In erster Linie manifestiert sie die Abkehr der Stadt Uebigau-Wahrenbrück vom Mittelzentrum Herzberg, dem sie nach landesplanerischer Sicht zugeordnet ist. Auf der Ebene des Mittelzentrums Herzberg sei noch immer keine Zusammenarbeit zu erkennen, bedauert Andreas Claus. Was nütze es, wenn die umliegenden Städte zusammensitzen, Herzberg aber mit Abwesenheit glänze. Er stelle sich Zusammenarbeit anders vor - auch in finanzieller Hinsicht. Während man in anderen Mittelzentren längst kooperativer miteinander umgehe, "streicht sich Herzberg die Zuweisungen für das Mittelzentrum für seinen Haushalt ein", moniert der Bürgermeister.

Andererseits findet nun ein vom Parlament abgesegnetes Aufeinanderzugehen mit Falkenberg statt. Zur Erinnerung: Uebigau hatte sich im Mai 2001 vom damaligen Amt Falkenberg/Uebigau abgewendet und war mit Wahrenbrück zusammengegangen. In Uebigau hatten sich 78,81 Prozent der Bürger für den Zusammenschluss mit Wahrenbrück ausgesprochen. In Wahrenbrück waren für den Zusammenschluss 92,47 Prozent der Bürger.

Das Ergebnis hatte die Zusammenarbeit zwischen Falkenberg und Uebigau aber nicht auf Eis gelegt, bestätigen sowohl der Uebigau-Wahrenbrücker Bürgermeister als auch sein Falkenberger Amtskollege Herold Quick (parteilos). "Ich habe das erste Mal nur wenige Wochen nach meinem Amtsantritt 2002, also schon kurz nach der Trennung der Städte, gemeinsam mit dem damaligen amtierenden Wahrenbrücker Bürgermeister Jürgen Wegeleben nach Wegen gesucht, wie wir gemeinsam weiter agieren können", so Quick.