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Trotz Baywatch: Wonnemar sucht dringend Lebensretter

Bad Liebenwerda. Während die US-Serie Baywatch in den deutschen Filmhäusern gerade als Kinostreifen ihren zweiten Hochsommer feiert, fehlen in den Schwimmhallen der Bundesrepublik ebenjene Fachkräfte. Darauf weist das Wonnemar Bad Liebenwerda in einer Pressemitteilung hin. pm/blu

Auch in der Kurstadt werden Rettungsschwimmer demnach dringend gesucht. Mehr als 200 offene Stellen finden sich für Fachangestellte für Bäderbetriebe, Bademeister oder Rettungsschwimmer auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland. Und das seien bei weitem nicht alle, denn viele seien dazu übergegangen, ihre offenen Stellen gar nicht mehr der Agentur für Arbeit zu melden. Sie suchen auf anderen Wegen nach Bewerbern.

Dabei ist der Job in den letzten Jahren anspruchsvoll geworden. Es reicht nicht mehr aus, den Badebetrieb zu beobachten, kleinen Kindern Schwimmunterricht zu erteilen, Verunglückte zu retten und im Notfall die Erstversorgung zu leisten. Mittlerweile gehört auch die technische Wartung des Bades mit zu den Aufgaben. So wird das Schwimmbecken meist mit speziellen Chemikalien gereinigt, für die das übliche Putzpersonal gar keine Erlaubnis hat. Wenn das Bad einen Grünbereich besitzt, kann sich der Fachangestellte für Bäderbetriebe auch als Teilzeit-Gärtner betätigen.

Wer einen guten Abschluss hat und in der Schule in den Fächern Sport, Mathe, Physik und Chemie einen Zweier geschafft hat, hat gute Chancen, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Das Aussehen - da täuscht der Film - hat bei der Auswahl von Bewerbern übrigens keine Bedeutung. Auch im Wonnemar werden junge Leute zum Facharbeiter für Badebetriebe ausgebildet.