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| 02:41 Uhr

Tröbitzer Grundschüler für eine Woche Stars in der Manege

Krönender Abschluss einer gelungenen Projektwoche.
Krönender Abschluss einer gelungenen Projektwoche. FOTO: rdn1
Tröbitz. Was für ein phantastischer Zirkus mit den Kindern. Eine ganze Woche lang lief auf dem Gelände der Evangelischen Grundschule Tröbitz das "Zirkusprojekt Luftikus". Rudolf Neuland/rdn1

Gemeinsam mit dem 1. Ostdeutschen Projektcircus André Sperlich gestalteten und erlebten die rund 134 Schulmädchen und -jungen sowie eine Vorschulgruppe ein Programm, das die Zuschauer jedesmal in dem beinahe bis zum Bersten gefüllten roten Zelt mit der himmelblauen Kuppel zu Begeisterungsstürmen brachte.

Nach zwei Trainingstagen dieser Projektwoche und einer Generalprobe schlüpften die Mädchen und Jungen in völlig neue Rollen - als Clowns, Dompteure, Jongleure, Fakire, Zauberer, Akrobaten, Piraten und noch einiges andere mehr. Das alles geschah unter der Anleitung professioneller Artisten - der traditionsreichen Zirkusfamilie Sperlich mit Wohnsitz im sachsen-anhaltinischen Meltendorf (Landkreis Lutherstadt Wittenberg).

Tatkräftige Unterstützung bekamen sie dabei von den Lehrern mit Schulleiterin Karoline Krusch an der Spitze, Erziehern und auch einigen Eltern. Zu ihnen gehörte bei jeder der drei Vorstellungen auch Irene Fleißner aus Bad Liebenwerda, deren siebenjähriger Sohn Nils in der spektakulären Nummer mit einer zehn Jahre alten Tigerphyton mitwirkte.

"Ich sah zum ersten Mal eine richtige Schlange. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Angst hatte ich vor dem riesigen Tier überhaupt nicht", strahlte der Erstklässler, dessen älterer Bruder Franz ebenfalls in dem zweistündigen Programm mitwirkte. Der fünfjährigen Elisabeth Hansen aus Doberlug und ihrer Freundin Emma (6) aus Schönborn hatte es ein Auftritt in der Gruppe mit den strahlend weißen fliegenden und flatternden Friedensboten angetan. "Das Training mit den Tauben war gar nicht so einfach. Anfangs gab's ein paar Kratzer oder die Federn kitzelten uns. Aber nach dem Streicheln lief alles gut", verrieten die beiden einen kleinen Dompteurtrick. Bianca Böhm aus Theisa , deren Sohn Maurice die 4. Klasse besucht, sagte: "Eine tolle Erfahrung. Alles perfekt organisiert und umgesetzt, vollgepackt mit Spaß. Ich war zu Tränen gerührt."

Den Worten des 38-jährigen Lehrerreferendars Thomas Riese aus Tröbitz konnte man mindestens zweierlei entnehmen. Zum einen natürlich der Stolz auf das erfolgreiche Mitwirken seiner Tochter Hanna Berge bei den Akrobaten. Und zum anderen sagte der zukünftige Sport- und Mathematiklehrer und für einige Tage Co-Akrobatiktrainer zum Abschluss der Projektwoche: "Am besten gefällt mir, wie Kinder, die sonst nicht so im Vordergrund stehen, in ihrer Persönlichkeit gereift sind".