ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:34 Uhr

Streitthema
Tor zur Reithalle in Plesssa ist wieder ein Stück geöffnet

Plessa. Amtsdirektor und Bürgermeister vermitteln zwischen den Streitparteien Besitzer sowie Reit- und Fahrverein.

Das Tor zu der über viele Jahre vom Ländlichen Reit- und Fahrverein Plessa genutzten Halle ist wieder ein Stück geöffnet. In einem konstruktiven Gespräch an neutralem Ort, in der Amtsverwaltung, haben die beiden Parteien (neuer Eigentümer und Verein) ihre Sicht der Dinge dargelegt und einen weiteren Termin vereinbart.

In der vermittelnden Runde mit dem einladenden Amtsdirektor Göran Schrey und dem Plessaer Bürgermeister Gottfried Heinicke erklärten sich Michael Ponath, der Besitzer der genutzten Reithalle, sowie Margit Strehlow, Günter Kamenz und Mirko Strehlow vom Reit- und Fahrverein unabhängig von laufenden juristischen Auseinandersetzungen bereit, über die Problemlage und Lösungsansätze zu sprechen. Sowohl der Bürgermeister als auch der Amtsdirektor stellten zum Beginn des Gespräches klar, dass der Standort der Elstermühle und auch die Nutzung des Geländes von Bedeutung für die Gemeinde Plessa sind.

Mit dem Verkauf des Grundstückes durch den Förderverein des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft an die Familie Ponath sind neue Verhältnisse entstanden, die hinsichtlich der künftigen dauerhaften Nutzung von Halle und Gelände zu einem Dissens zwischen den Parteien geführt haben. Das Pachtverhältnis war zum 31. Juli 2017 gekündigt worden. Als Folge wird die Räumung der Halle angestrebt.

Diese Ereignisse haben in der Vergangenheit zu gegenseitigen persönlichen Anschuldigungen und juristischem Streit geführt. Bei dem Gespräch sei klar herausgearbeitet worden, dass für die Zukunft eine Nutzung nur im Einvernehmen möglich ist, teilen Vermittler und Parteien übereinstimmend mit.

Eigentümer Michael Ponath habe dabei hervorgehoben, dass er aus bautechnischer und grundstücksbezogener Sicht die angrenzende Halle in der Zukunft als Vorzugsvariante sieht. Die andere Halle solle dann abgerissen werden. Darin hat der Verein jedoch in den vergangenen Jahren sehr viel Zeit und Geld investiert und wünscht sich daher, diese auch weiterhin nutzen zu dürfen.

Der Ausbau der neuen Halle wurde bisher aus Kostengründen nicht beleuchtet und erscheint für den Verein, der mehr als 30 Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bietet, als zu risikobehaftet.

In dem intensiven Austausch der Argumente wurde schließlich ein Ergebnis erzielt. Demnach wird ein Bauingenieur beauftragt, der eine unabhängige Bewertung der Substanz beider Hallen abgibt. Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Maßnahmen zur Ertüchtigung notwendig sind.

Im Anschluss soll bis Mitte Januar 2018 ein neues Treffen der Beteiligten stattfinden, um weiter an einer Lösung zuarbeiten.

Es bleibe festzuhalten, so die Teilnehmer, dass trotz der Ereignisse in der Vergangenheit beide Parteien in dem 90-minütigen konstruktiven und sachlichen Gespräch ihre Argumente herausgearbeitet haben und die Tür zu einer Zusammenarbeit noch nicht geschlossen sei.