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Tolle Raritäten beim Museumsfest

Das Sächsische Feuerwehrmuseum zeigt an diesem Sonnabend eine nahezu komplette Sammlung von Löschfahrzeugen, die in der DDR zum Einsatz kamen.
Das Sächsische Feuerwehrmuseum zeigt an diesem Sonnabend eine nahezu komplette Sammlung von Löschfahrzeugen, die in der DDR zum Einsatz kamen. FOTO: Axel Kaminski/axk1
Zeithain. In Zeithain hat eines von etwa 60 Feuerwehr- museen in Deutschland sein Domizil – das Sächsische Feuer- wehrmuseum. Am Samstag gibt es dort wieder besondere Raritäten zu bestaunen. Axel Kaminski / axk1

Am 16. September findet das 16. Museumsfest an der Abendrothstraße 12a statt. Die Organisatoren legen diesmal einen besonderen Akzent auf Raritäten. Selten oder gar einmalig kann ein Fahrzeug - egal, ob in Rot oder für eine andere Nutzung - auf zweierlei Weise sein. Entweder ist es ein Eigenbau, den es so an anderer Stelle nicht gibt, oder das Baujahr des Serienfahrzeuges liegt so weit zurück, dass nur wenige Stücke erhalten geblieben sind. Von beiden Sorten hat das Sächsische Feuerwehrmuseum Exponate im Bestand und holt sie für sein Fest als Gastfahrzeuge ins Gelände am Alten Lager.

"In unserer eigenen Sammlung stehen zehn Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Aufbauten einzigartig sind", erklärt Siegfried Bossack, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Feuerwehrhistorik Riesa, die Träger des Museums ist. Einmalig dürfte der Feuerlöschpanzer auf Basis eines T 54 sein, der am Sonnabend in Zeithain zu sehen ist. Er sei in Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, russischen Streitkräften und Bundeswehr entstanden. Das Kettenfahrzeug stand bereit, um gefahrlos über die Munitionsverdachtsflächen in der Jahrzehnte als Übungsplatz genutzten Gegend an Waldbrände heranzukommen. Dazu habe es als neue "Bewaffnung" einen 13 500 Liter fassenden Wassertank erhalten. Eine echte Rarität sei auch das 1922 bei Mercedes in Gaggenau gebaute Löschfahrzeug, das viele Jahre in Fallingbostel Dienst tat. Ein jüngeres Ausstellungsstück mit Seltenheitswert ist ein Tatra-Autokran im Feuerwehrdienst, der ebenfalls gezeigt wird.

"Das Museumsfest bietet außerdem eine der letzten Gelegenheiten, unsere aktuelle Sonderausstellung ‚Gemeinsames Erbe - getrennte Wege‘ zu sehen", erläutert Siegfried Bossack Dort seien Einsatzfahrzeuge gleicher Bestimmung aus dem Westen und Osten Deutschlands gegenübergestellt.

Das Fest wird 10 Uhr eröffnet. Zum musikalischen Frühschoppen spielt ab 10.30 Uhr die Schalmeienzunft Strehla auf. Von 13 bis 17 Uhr gibt es immer wieder kommentierte Vorführungen mit der ausgestellten Technik. Der Eintritt ist frei, wobei die AG Feuerwehrhistorik Spenden für das Museum und die Vereinsarbeit gern annimmt.