Sie sind aufmerksame Beobachter der Natur, die Familien Waldmann und Claus auf ihrem heimischen Grundstück in Wildgrube. Anna Claus hat dieser Tage nicht schlecht gestaunt über einen „Riesen-Hirschkäfer“. Immerhin etwa acht Zentimeter groß. Das Prachtexemplar hat ihr Vater fotografiert und als Beweisfoto an die Lausitzer Rundschau geschickt. Zugleich beteiligt er sich damit am Aufruf, des Landesumweltamtes, Vorkommen der stark gefährdeten Art zu melden. Mit bis zu neun Zentimetern Körpergröße gehört der Hirschkäfer – das Weibchen ist kleiner – zu den größten Käfern Europas – und ist zugleich stark gefährdet.
Seinen Namen verdankt der Hirschkäfer (Lucanus cervus) den Oberkiefern (Mandibeln) des Männchens, die an das Geweih eines Hirsches erinnern. Sie dienen unter anderem dazu, Rivalen beim Kampf vom Baum zu stoßen. Wie das Weibchen ist auch der männliche Hirschkäfer schwarzbraun gefärbt, während sein Oberkiefer rotbraun schimmern kann. Im Gegensatz dazu ist das Hirschkäferweibchen unscheinbarer: ihm fehlen die auffälligen Oberkiefer und es ist mit einer maximalen Körpergröße von fünf Zentimetern deutlich kleiner. Über das Vorkommen des Hirschkäfers ist Brandenburg wenig bekannt. Aufgrund seiner eher geheimen Lebensweise beruhen Nachweise fast immer auf Zufallsfunden. Auf der Internetseite des Landesumweltamtes ist der Meldebogen abrufbar.

Segelfalter ist einer der schönsten Tagfalter Mitteleuropas

Wegen seiner Größe und seiner lebhaften Färbung gilt der Segelfalter als einer der schönsten in Mitteleuropa vorkommenden Tagfalter und ist auch Ingrid Waldmann im Garten in Wildgrube sofort ins Auge gestochen. „Er tänzelte auf den Blättern im Kartoffelfeld“, berichtet sie und hatte Glück: „Ich hatte sogar noch Zeit, meinen Fotoapparat zu holen.“
Auf der Internetseite des Naturschutzbundes Nordrhein-Westfalen ist zu erfahren, dass die langen „Schwänzchen“ an den Hinterflügeln ein sicheres Erkennungsmerkmal seien. Allerdings könnten diese infolge von Abnutzung verloren gehen. Die Flügelspannweite betrage zwischen 60 bis 80 Millimeter, wobei die Weibchen tendenziell etwas größer als die Männchen seien.