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Theorie in der kalten Stallgasse ist passé

Nach dem Brand ist der Neubau des Reiterturms samt Jugendclub in Oschätzchen wieder seiner Bestimmung übergeben worden. Die Kinderreitergruppe gab eine Vorführung aus Anlass des Festtages.
Nach dem Brand ist der Neubau des Reiterturms samt Jugendclub in Oschätzchen wieder seiner Bestimmung übergeben worden. Die Kinderreitergruppe gab eine Vorführung aus Anlass des Festtages. FOTO: M. Claus/mcl1
Oschätzchen. Der Schreck aus der Brandnacht vom 8. zum 9. Mai 2013 wird immer in der Erinnerung aller Beteiligten bleiben - so beschreiben es der Bürgermeister, die Mitglieder des Reitervereins, vom Jugendclub und Einwohner des Ortes. mcl1

Am Freitag überwog die Freude über den neuen Richterturm mit Jugendclub-Domizil. Offiziell wurde das neue Gebäude am Freitag seiner Bestimmung übergeben. Was drei Jahre Vorbereitungzeit bedurft hatte, sieben Monate in die Tat umgesetzt wurde und die Kurstadt Bad Liebenwerda keinen Cent gekostet hat, macht die Bürger aus Oschätzchen stolz.

Der Richterturm steht wieder an Ort und Stelle. 230 000 Euro wurden für den Bau benötigt. Von der Versicherung wurden 170 000 Euro gezahlt, 65 000 Euro kamen aus dem Leader-Fördertopf. Für die Inneneinrichtung genügte die Inventarversicherung. Auch jetzt ist das Gebäude wieder umfänglich versichert, bestätigt der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bad Liebenwerda, Gerd Engelmann. Oliver Schneider, Ortsbürgermeister und Reitvereinschef, zeigt sich sichtlich gerührt und freut sich, dass alle im Verein durchgehalten haben. "Als die Zusagen für einen Neubau kamen, ist uns ein Stein vom Herzen gefallen. Zum Reitverein gehören aktuell 40 Mitglieder, darunter 18 Kinder im Alter von 4 bis 16 Jahren." Aileen Richter, seit 2009 verantwortlich für die Kinder und Jugendlichen im Reitverein, erzählt von Theoriestunden in der Stallgasse. Oft hätten die Kinder ziemlich gefroren, aber sie habe sie motiviert, durchzuhalten. Immer sonntags um 10 Uhr sitzt der Nachwuchs im Sattel und nun auch wieder für die Theorie im Warmen des neuen Vereinshauses. Begeistert zeigt sich auch die 19-jährige Jessica-Marie Richter, Ansprechpartnerin für die Jugendlichen im Ort. "Jetzt haben die Jugendlichen endlich wieder ihren Platz, das ist super."