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| 01:19 Uhr

Thalberger Heimat- und Naturschutzverein organisiert Pferdemarkt

Thalberg. Was 1984 aus Leidenschaft zum Pferd aus der Taufe gehoben wurde, ist noch heute eine der beliebtesten Veranstaltungen im Kreis. Das ganze Jahr über planen und organisieren 25 Ehrenamtliche vom Thalberger Heimat- und Naturschutzverein das Fest. Von Sarah Werner

An einem Wochenende lockt es etwa 3000 Besucher aus den verschiedensten östlichen Bundesländern an. Dass Thalberg in diesem Jahr auf den mittlerweile 19. Pferdemarkt zurückblicken kann, verdankt die Gemeinde den Pferdenarren Klaus Dietrich und Hartmut Arlt, die die Veranstaltung 1984 ins Leben gerufen haben. Bis 1987, als der vorerst letzte Pferdemarkt stattfinden sollte, zog es zu Höchstzeiten gar bis zu 10 000 Besucher nach Thalberg. “Eine Sache, die es zu halten gilt„, dachten sich die Thalberger noch Jahre später, gründeten den Heimat- und Naturschutzverein und ließen die Veranstaltung in den 90er-Jahren schließlich wieder auferstehen. Heute ist der Pferdemarkt in dem Bad Liebenwerdaer Ortsteil einer von insgesamt drei in der näheren Umgebung. Die Erlöse der dreitägigen Veranstaltung fließen ausschließlich in den Bau der Waldbühne. Sanitäranlagen und Elektrik, Putz, Straßenbeleuchtung und vieles mehr konnten so in den vergangenen Jahren bereits in Angriff genommen werden. “Das nächste Ziel ist es, die Straße zur Bühne zu Ende zu pflastern„, erklärte Ortsvorsteher Eberhard Gessner.

Knapp 50 Pferde, 60 Händler und zahlreiche Programmpunkte warten auch an diesem Wochenende wieder auf die Besucher. Neben den traditionell beliebten Programmpunkten-wie etwa dem Kranzreiten und dem Axtwerfen am Samstag, bei dem sich bis zu 50 Menschen probieren, bemühen sich die Organisatoren stets darum, ihren Gästen etwas Neues präsentieren zu können. So studieren schon Wochen vor dem eigentlichen Termin Thalberger Bürger ein eigens kreiertes Theaterstück ein, das am Samstagnachmittag zum Besten gegeben wird. Auch das Schaubinden von Erntekronen am Sonntag soll in diesem Jahr auf Zuspruch treffen. Selbst das Barockfeuerwerk am Freitagabend werde in diesem Jahr durch ein imposantes Höhenfeuerwerk während des Fackelumzuges ersetzt. Interessenten für das Kranzreiten am Samstag um 14 Uhr können sich vor Ort anmelden. Um das Dorf einzubeziehen, wird zum zweiten Mal am Sonntag um 10.30 Uhr das Traktorenfrühschoppen stattfinden. Hier werden noch Teilnehmer gesucht, die mit Eigenumbauten an der Ausfahrt teilnehmen.

Zwar ist die Programmplanung abgeschlossen, zu erledigen gibt es für die freiwilligen Helfer aber auch in den kommenden Tagen noch einiges: “Die Schausteller reisen an, da muss beispielsweise noch für Wasser- und Stromanschlüsse gesorgt werden„, so Gessner. Außerdem gilt es unter anderem, übrig gebliebene Plakate in der Region zu verteilen. Nach dem Wochenende möchten sich die Thalberger trotzdem nicht lange ausruhen -schließlich steht bereits im kommenden Jahr der 20. Geburtstag ins Haus, bei dem sie sich wieder allerhand einfallen lassen wollen.