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| 18:30 Uhr

Behörde hat entschieden
Lastkraftwagen werden in Plessa ausgebremst

 Der innerörtliche Lärm durch Lastkraftwagen ist auf der Bundesstraße 169 zu groß. Bald dürfen diese schweren Fahrzeuge nur noch mit Tempo 30 über die Ortsdurchfahrt in Plessa fahren.
Der innerörtliche Lärm durch Lastkraftwagen ist auf der Bundesstraße 169 zu groß. Bald dürfen diese schweren Fahrzeuge nur noch mit Tempo 30 über die Ortsdurchfahrt in Plessa fahren. FOTO: LR / Manfred Feller
Plessa. Das Straßenverkehrsamt Elbe-Elster hat nach der Prüfung eines Anwohnerantrages entschieden, für Lkw auf der B 169-Ortsdurchfahrt in Plessa Tempo 30 anzuordnen.

Mit Plessa wird im nächsten Ort die Lärm-Notbremse gezogen. Tausende Fahrzeuge täglich, darunter sehr viele Lastkraftwagen, lassen die Anlieger der kilometerlangen B 169-Ortsdurchfahrt nicht zur Ruhe kommen. Auch während der Nacht nicht.

Auf Antrag eines betroffenen Einwohners hat das Straßenverkehrsamt des Landkreises Elbe-Elster jetzt entschieden, dass für Lkw durchgehend eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometer pro Stunde gelten soll. „Diese Maßnahme ist gerechtfertigt“, sagt Stefan Wagenmann, Leiter des Straßenverkehrsamtes. Vor der Entscheidung habe es Vor-Ort-Termine und Verkehrszählungen gegeben sowie daraufhin die übliche Emissionsberechnung. Ergebnis: Die Lärmbelastung sei zu hoch. Unfallträchtig sei die Ortsdurchfahrt trotz der Kreuzung am Kulturhaus mit den versetzten Nebenstraßen und der vielen Grundstückseinfahrten dagegen nicht.

Sobald die Tempo 30-Schilder für die B 169 hergestellt sind, würden sie aufgestellt und wirksam. Dies könne eine geraume Zeit dauern.

Wie Amtsdirektor Göran Schrey mitteilt, können Anträge an das Straßenverkehrsamt nicht nur von Verwaltungen, sondern von den Bürgern auch direkt an die prüfende Behörde gestellt werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in Plessa seit einiger Zeit diskutiert. Noch nicht beendet ist nach Auskunft von Gottfried Heinicke, ehrenamtlicher Bürgermeister, die Meinungsbildung zu der Tempo 30-Zone in dem großen Wohngebiet zwischen der Bahnhof- und der Waldstraße. Dort haben Bewohner mit ihrer Unterschrift die Gemeinde dazu aufgefordert, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Auch durch das Pflegeheim und Gewerbebetriebe herrsche zeitweise ein reger Fahrzeugverkehr. Die wahrgenommenen Geschwindigkeiten seien in den Siedlungsgebieten oft zu hoch.

Die Beschlussvorlage zu dieser gewünschten Tempo 30-Zone könnte in der nächsten öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am 15. April auf der Tagesordnung stehen. Entscheiden sich die Abgeordneten für die Geschwindigkeitsbegrenzung, so Bürgermeister Gottfried Heinicke, dann werde ein entsprechender Antrag an das Straßenverkehrsamt gestellt. Dieses wiederum prüfe das Ansinnen.

(mf)