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Wegeproblem
Teil des Aegirweges in Hohenleipisch ist eine Schlammwüste

Mit normalen Fahrzeugen ist ein Abschnitt des Aegirweges in Hohenleipisch nicht mehr passierbar. Die Nutzer weichen bereits auf die Felder aus.
Mit normalen Fahrzeugen ist ein Abschnitt des Aegirweges in Hohenleipisch nicht mehr passierbar. Die Nutzer weichen bereits auf die Felder aus. FOTO: Gert Anders
Hohenleipisch. Grundstücksbesitzer, Wanderer und Sportler weichen bereits auf fremde Äcker aus. Das Amt Plessa sucht die Verursacher. Bürgermeister kümmert sich.

Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit kleinen Motorfahrzeugen ist ein langer Abschnitt des Aegirweges in Hohenleipisch seit Wochen nicht mehr passierbar. Erst recht nach den jüngsten Regenfällen. Es ist eine einzige zerfahrene Schlammwüste. „An den Reifenspuren sieht man, das dort schwere Erntetechnik entlanggefahren ist“, stellt Einwohner Gert Anders fest. „Dieser Weg wird regelmäßig durch die Bürger für Wanderungen genutzt. Die Anlieger kommen schlecht zu ihren Grundstücken, und die Freizeitsportler nutzen jetzt das abgeerntete Feld.“

Aus der Not heraus hätten die ersten Bewohner wohl schon Abbruchmaterial in ein paar Löcher gekippt. Dies sei weder gestattet noch mache es Sinn. Abhilfe schaffe nur geförderter landwirtschaftlicher Wegebau, so wie er vorzeigbar im Schradenland praktiziert werde. Zunächst müsse jedoch der Verursacher des derzeitigen Wegezustandes gefunden werden.

Jenen mutmaßlichen Landwirtschaftsbetrieb wolle die Amtsverwaltung Plessa ausfindig machen, um mit diesem über die Reparatur oder wenigstens die Unterstützung dafür zu sprechen, versichert Amtsdirektor Göran Schrey.

Der Aegirweg in Hohenleipisch sei nur bis zum letzten Haus gewidmet und müsse bis dort von der Gemeinde in Schuss gehalten werden. Dahinter nicht mehr. Der Weg sei insgesamt etwa 1,5 Kilometer lang. Die Gemeindevertreter hätten das Befestigen der Oberfläche bereits diskutiert. Aber auch im nächsten Jahr werde daraus nichts. Eine kostengünstige Zwischenlösung wäre, so der Amtsdirektor, den am stärksten betroffenen Abschnitt des Weges zu schottern.

Genau in diese Richtung arbeitet der Hohenleipischer Bürgermeister Lutz Schumann bereits. Ihm sei, so sagt er, in dieser Woche Schotter in Aussicht gestellt worden, um wenigstens die Löcher im Weg zu verfüllen. Das Material werde zwischengelagert und sollte dann mit Unterstützung der Verursacherfirma und dem Bauhof des Amtes Plessa ausgefahren werden. Lutz Schumann baut darauf, dass das Amt das Problem zügig mit dem Verursacher klärt.

Nach Auskunft des Hohenleipischers Gert Anders leben jene, die verbotenerweise mit ihrem Fahrzeug auf fremde Felder ausweichen, gefährlich. Die Spuren führen bereits dicht an einem Graben vorbei. Wer dort hineinfährt, kommt allein nicht wieder heraus.

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Bei Anruf: Reporter 4c FOTO: Janetzko, Katrin / LR