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| 14:44 Uhr

Sonntag öffnen Künstler ihre Ateliers
Mit beschwingter Musik zum flotten Pinselstrich

 Malerei und Skulpturen prägen das Bild im Atelier von Harald Schneider in der Grünewalder Straße 39 a in Staupitz.
Malerei und Skulpturen prägen das Bild im Atelier von Harald Schneider in der Grünewalder Straße 39 a in Staupitz. FOTO: LR / Manfred Feller
Staupitz. Harald Schneider aus Staupitz öffnet am Sonntag (5. Mai) Atelier und Garten für Besucher. Von Manfred Feller

Die Landesstraßenbaustelle in Staupitz sollte Kunstinteressierte nicht davon abhalten, am Sonntag, dem Tag der offenen Ateliers, auch bei Harald Schneider in der Grünewalder Straße 39 a abzubiegen. Die Besucher sind in diesem Fall Anlieger.

Der 65-jährige Staupitzer wird von 10 bis 18 Uhr Malerei und Holzbildhauerei präsentieren und dafür in sein Atelier sowie in den mit Kunstwerken gestalteten Garten einladen. Harald Schneider scheut keine Mühen, damit sich die Gäste in angenehmer Atmosphäre umsehen und unterhalten können. Ab 14 Uhr rollt der Bäckerwagen mit Kaffee vor und es spielt die Elbe-Elster-Liveband „Jumbled“. „Wenn ich in der Vergangenheit Besonderes geboten habe, dann sind schon mal bis zu 200 Leute gekommen“, hofft er erneut auf regen Zuspruch. Mehr als ein Dutzend Ateliers öffnet am Sonntag im Landkreis. Der Staupitzer ist seit 2003, als er sein künstlerisches Hobby zum Beruf gemacht hatte, fast in jedem Jahr dabei.

In den vergangenen zwölf Monaten sind einige neue Arbeiten entstanden und zu sehen, wenn sie nicht schon an Liebhaber verkauft worden sind. Der gelernte Elektromaschinenbauer bringt am liebsten realistische Landschaften und Abstraktes auf die Leinwand. „Abstrakt heißt nicht hinklecksen. Die Farben und die Komposition müssen schon passen“, sagt er. Er malt vorrangig Aquarelle, auch Bilder in Acryl, selten in Öl. Die Grundlagen habe er sich autodidaktisch beigebracht, das Fachliche bei Könnern wie dem Finsterwalder Maler und Grafiker Eckhard Böttger.

Seine zweite Leidenschaft gehört einem Naturmaterial. „Wenn ich ein Stück Holz sehe, dann habe ich die ersten Bilder im Kopf. Beim Bearbeiten entsteht aber doch etwas Anderes“, schmunzelt er. Obstbaumholz hat es ihm besonders angetan.

 Im Garten von Harald Schneider werden die vornehmlich aus Holz entstandenen Skulpturen ausgestellt. Einige Beispiele (v.l.): „Der Ruf“ aus Olive und Eiche, „Etwas bleibt“ aus Birnbaumholz von einem Künstlerfreund aus Großkmehlen, „Schutzengel“ aus Eiche und „Die letzten 3“ aus Eiche und Kupferblech.
Im Garten von Harald Schneider werden die vornehmlich aus Holz entstandenen Skulpturen ausgestellt. Einige Beispiele (v.l.): „Der Ruf“ aus Olive und Eiche, „Etwas bleibt“ aus Birnbaumholz von einem Künstlerfreund aus Großkmehlen, „Schutzengel“ aus Eiche und „Die letzten 3“ aus Eiche und Kupferblech. FOTO: LR / Manfred Feller