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| 18:16 Uhr

Gaudi-Wettkampf bei der Suppenmeile
Promis schnippeln Gemüse um die Wette

Der Gemüse-Schäl- und Putzwettbewerb  verlangt höchste Konzentration. Den ersten Titel in der olympischen Küchensportart holt Anja Heinrich.
Der Gemüse-Schäl- und Putzwettbewerb  verlangt höchste Konzentration. Den ersten Titel in der olympischen Küchensportart holt Anja Heinrich. FOTO: LR / Frank Claus
Elsterwerda. Als Anja Heinrich angestachelt den Küchenturbo zündet, haben die anderen das Nachsehen. Sachsen, Ihr müsst Euch fürchten! Von Frank Claus

Er war kurz, schmerzlos und witzig:  Elsterwerdas erster Schnippelwettkampf zur Suppenmeile. Am Start Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, die Bürgermeisterinnen Anja Heinrich (Elsterwerda) und Hannelore Brendel (Mühlberg), Bürgermeister Thomas Richter aus Bad Liebenwerda und in Vertretung von Röderland-Gemeindechef Markus Terne Kämmerin Silvia Dietrich. Ihre Aufgabe: fünf Kartoffeln und sechs Möhren schälen sowie jeweils sechs Rosenkohlröschen putzen.

Vorm Start verriet Thomas Richter, dass er gern in der Küche steht. Hannelore Brendel ist daheim die Suppenkönigin und bei Silvia Dietrich hilft der Ehemann mit. Bei Anja und Christian Heinrich-Jaschinski werde die Küchenarbeit geteilt, wobei die herzhafteren Speisen der Mann kocht.

Mit dem Start legt  Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter – wie Hannelore Brendel und Silvia Dietrich in eigens gefertigter Kochschürze – los wie die Feuerwehr. Das sieht gefährlich schnell aus, wohl aber nicht ganz effizient, wie sich später zeigt. Anja Heinrich hat der Ehrgeiz gepackt  Nicht blendend schön, aber schnell „entkleidet“ sie Kartoffel, Möhre und Rosenkohl. Hannelore Brendel arbeitet sorgfältig, liegt beiden auf den Fersen. Und Silvia Dietrich hat augenscheinlich Probleme mit dem Werkzeug. Das muss beim nächsten Mal für Links- und Rechtshänder ausgewählt werden. Überhaupt nicht aus der Ruhe lässt sich der Landrat bringen. Dazu sehen seine geschälten Suppenzutaten auch noch wie gemalt aus. Zwischendurch liegt er gar in Führung. Das hätte der Reporter wohl nicht sagen dürfen. Nun zündet Anja Heinrich den Küchenturbo und siegt hauchdünn vor ihrem Ehemann. Dahinter sind es Hundertstel Küchensekunden auf den folgenden Plätzen. Alle, auch das Publikum, haben Riesenspaß.

Und eins ist sicher: Die Sachsen müssen sich fürchten, wenn es im nächsten Jahr dann tatsächlich das Länderduell geben soll. Diesmal mussten sich die Kommunalpolitiker aus Termin- und Krankheitsgründen entschuldigen.