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Die Situation nach Sturm Herwart
Bad Liebenwerda: Schäden im Kurpark

Sturm Herwart hat an der Gaststätte Villa Nuova im Kurpark in Bad Liebenwerda erheblichen Schaden angerichtet. Zum Glück sind die dicken Äste nicht auf die Glasverglasungen gestürzt.
Sturm Herwart hat an der Gaststätte Villa Nuova im Kurpark in Bad Liebenwerda erheblichen Schaden angerichtet. Zum Glück sind die dicken Äste nicht auf die Glasverglasungen gestürzt. FOTO: Jens Berger / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Elbe-Elster. Bahn und Energieversorger melden wieder Normalbetrieb für Elbe-Elster. Aufräumarbeiten halten an. Von Frank Claus

Sturm Herwart, der am Sonntag auch über Elbe-Elster fegte, hat Spuren am Biergarten der Gaststätte Villa Nuova im Kurpark in Bad Liebenwerda hinterlassen. Dort sind Seitenscheiben der Gartenumrandung zerstört worden. Der in der Mitte befindliche Brunnen ist von Ästen in Mitleidenschaft gezogen worden. Glück im Unglück: Nur knapp haben die Äste den Wintergarten samt glasüberdachtem Pizzaofen verschont.

Der Energieversorger enviaM war das gesamte Wochenende über mit Entstörtrupps im Einsatz. Wie Netzmeister Tim Branig erklärt, seien Bäume und Äste in Mittel- und Niederspannungsleitungen gefallen und hätten Leiterseile beschädigt. Alle Kunden seien wieder versorgt.

Die Bahn verzeichnet noch Verspätungen auf der Strecke Berlin-Falkenberg. Auf der Verbindung zwischen Cottbus und Falkenberg wurde Montagabend um 21 Uhr der Regelverkehr wieder aufgenommen. Im Finsterwalder Tierpark hielt ein Baum dem Sturm nicht stand. Außerdem mussten die Mitarbeiter am Montag abgeknickte Äste beräumen. „Im Großen und Ganzen sind wir glimpflich davongekommen. Da hat der Sturm Xavier vor drei Wochen deutlich mehr Arbeit geleistet“, sagt Torsten Heitmann vom Tierpark.

Allerdings musste das für Sonntag geplante Halloween-Fest aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt werden.

Trotz des Sturms hatte das Besucherbergwerk F60 am Sonntag geöffnet – doch Gäste durften nur bis zum Leitstand auf die Riesenmaschine steigen. „Bei Windgeschwindigkeiten von über 70 Kilometern in der Stunde gelten bestimmte Beschränkungen“, so ein Mitarbeiter. Besondere Vorkehrungen für die Standsicherheit der einstigen Förderbrücke seien jedoch nicht notwendig.

Neben Feuerwehr und Rettungskräften haben auch die Dachdecker ordentlich zu tun. Dachdeckermeister René Hannig aus Crinitz hat seit Sonntag mehrere sturmbedingte Schäden zu beheben: „Darunter waren die Notreparatur eines heruntergefallenen Dachfirstes, um das Haus vor Wassereintritt zu schützen, sowie mehrere zerstörte Ziegelsteine.“ Außerdem seien auch noch nicht alle Schäden von Sturm „Xavier“ beseitigt, so der Dachdecker.

Die Feuerwehr Herzberg beseitigt an- und abgebrochene Äste nach Sturm Herwart mit dem Hubsteiger in der Feldstraße.
Die Feuerwehr Herzberg beseitigt an- und abgebrochene Äste nach Sturm Herwart mit dem Hubsteiger in der Feldstraße. FOTO: Dieter Müller / LR
Bäume in einer Freileitung zwischen Falkenberg und Herzberg.
Bäume in einer Freileitung zwischen Falkenberg und Herzberg. FOTO: enviaM / Medienhaus Lausitzer Rundschau