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| 01:27 Uhr

Strohlaster wird zur brennenden Fackel

Ein mit Stroh beladener Lkw brannte gestern auf der Betonstraße zwischen Eichholz und Hennersdorf.
Ein mit Stroh beladener Lkw brannte gestern auf der Betonstraße zwischen Eichholz und Hennersdorf. FOTO: Seidel
Hennersdorf.. Ein großer mit Strohballen beladener Sattelzug stand gestern in Flammen, als die um 9.45 Uhr alarmierte Polizei und Feuerwehr wenige Minuten später zwischen Eichholz und Hennersdorf in der Nähe des Bahnüberganges eintrafen. Der Sattelzug hatte bereits etwa 50 Strohballen vom Auflieger verloren, die auf der Straße lagen und brannten. Die restliche Ladung des Sattelaufliegers mit noch einmal 20 Strohballen stand ebenfalls in voller Länge in Flammen, das Feuer beschädigte den Lkw mit dem Anhänger. Seidel


Wegen der Löscharbeiten und damit nicht andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden, ist die Landstraße voll gesperrt worden. „Starker Wind erschwerte die Arbeit der Feuerwehrleute. Zudem bestand die Gefahr, dass das Feuer auf den nahe liegenden Wald übergreifen könnte“ , erklärte Polizeisprecher Lutz Miersch.
Nach ersten Untersuchungen schätzt die Polizei den Sachschaden auf etwa 300 000 Euro. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Nachmittag an, die Straßensperrung konnte erst wieder gegen 16 Uhr aufgehoben werden, da der beschädigte Lastzug durch eine Bergungsfirma mit Spezialgerät abtransportiert werden musste. Nach bisherigen Erkenntnissen kann die Polizei eine Selbstentzündung der Ladung ausschließen. Sie ermittelt wegen des Verdachtes der fahrlässigen Brandstiftung.
21 Kameraden der Finsterwalder Löschzüge Mitte und Süd waren bis zum späten Nachmittag am Brandort im Einsatz, der von Martin Mattuschka, dem stellvertretenden Stadtbrandmeister, geleitet wurde. „Das Feuer drohte auf die Bäume überzugreifen, was wir durch massiven Wassereinsatz verhindern konnten.“ Erst als der Brand kurz vor 15 Uhr gelöscht war, war das ganze Ausmaß des Schadens am Fahrzeug erkennbar. „Das brennende Stroh hat dermaßen Hitze entwickelt, die sogar Aluteile zum Schmelzen brachte“ , so Martin Mattuschka.
Der Sattelschlepper einer Speditionsfirma sollte die Strohballen im Auftrage der Goßmarer Futtermittel & Dienstleistungs GmbH zur Einlagerung in ehemalige Hallen der Bundeswehr bringen. Dem Trockenwerk ist durch den Verlust von 20 Tonnen Stroh ein Schaden von etwa 1800 Euro entstanden. (red/-db-)