Von Frank Claus

Na, wer so in den Urlaub gehen kann, muss doch guter Dinge sein. Plessas Amtsdirektor Göran Schrey hat die Katze aus dem Sack gelassen: Die Straße zwischen Gorden und Oppelhain wird noch in diesem Jahr gebaut. Und damit auch das Nadelöhr, die „Brücke“ über den Floßgraben, der seit vielen Jahren kein Wasser führt.

Im Behördendeutsch klingt das nüchtern dann so: „Mit Bescheid vom 2. Juli 2019 hat die Gemeinde Gorden-Staupitz den Bewilligungsbescheid für den Ausbau des Verbindungsweges zwischen Gorden und Oppelhain vom Landesamt für Ländliche Entwicklung erhalten.“

Auf einer Länge von 2,87 Kilometer –  die Entfernung zwischen beiden Orten beträgt knapp vier Kilometer – sollen 13 Ausweichstellen durch eine Verbreiterung der Fahrbahn errichtet werden. Und auch für die Brücke, die Stein des Anstoßes war und fast eine Vollsperrung der Strecke nach sich gezogen hätte, gibt es eine Lösung: Die marode Brücke wird durch „einen erdüberschütteten Rohrdurchlass“ ersetzt. Seit Jahren führt der Floßgraben dort kein Wasser, für Extremfälle solle das Grabenbett aber aufrecht erhalten werden.

Durch die Errichtung der Ausweichstellen, so die Hoffnung, dürfte sich die Unterhaltung der drei Meter breiten Straße, die Zählungen zufolge von 1000 Fahrzeugen täglich benutzt wird, deutlich reduzieren. Bei vernünftiger Fahrweise dürften die Bankette nicht mehr so ausgefahren werden wie momentan noch üblich. Seit 2017 hat vor allem das Amt Plessa den Druck für die Lösung des Verkehrsproblems erhöht und dabei auch intensiv mit dem Landkreis zusammengearbeitet. Die Straße gilt als die schnellste Verbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda. Im Naturpark wird der Ausbau ebenso begrüßt.

Das 257 000 Euro teure Bauvorhaben, so Amtsdirektor Göran Schrey, werde gemeinsam mit dem Amt Elsterland realisiert und diene der Verbesserung der ländlichen Infrastruktur. Die Fördersumme betrage 207 000 Euro. Baustart solle noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung ist bis Mitte nächsten Jahres geplant.