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Verkehr
Straße Gorden - Oppelhain bleibt (noch) offen

Die zu den Akten gelegte Verbindung Hohenleipisch - Friedersdorf sowie die Kommunalstraße Gorden - Oppelhain bewegen die Gemüter seit Jahrzehnten.
Die zu den Akten gelegte Verbindung Hohenleipisch - Friedersdorf sowie die Kommunalstraße Gorden - Oppelhain bewegen die Gemüter seit Jahrzehnten. FOTO: Manfred Feller / LR
Gorden/Oppelhain. Mit Rücksicht auf die vielen Nutzer beantragt das Amt Plessa statt der Sperrung eine Tempobegrenzung.

Eine gute Nachricht für alle Kraftfahrer. Das Amt Plessa setzt die angekündigte Sperrung der baufälligen Brücke auf der ursprünglich als befestigter Landwirtschaftsweg angelegten kurzen Ortsverbindungsstraße zwischen Gorden und Oppelhain aus. Der rege Durchgangsverkehr zwischen den Wirtschaftsräumen Elsterwerda und Doberlug-Kirchhain sollte eigentlich zum Jahresende ausgebremst werden. „Das Thema ist lediglich aufgeschoben, nicht aufgehoben“, schränkt der Plessaer Amtsdirektor Göran Schrey ein.

Auf der Grundlage einer statischen Brückenprüfung wurde der Verwaltung bereits vor Monaten empfohlen, das Bauwerk zu sperren. Es hagelte Proteste, die in der Aufforderung mündeten, schnell nach einer Lösung zu suchen.

Um die zum großen Teil schmale Straße mit den zerfahrenen Banketten und die Betonbrücke über den nicht mehr Wasser führenden Floßgraben weniger zu belasten, soll nun statt des Durchfahrtsverbots eine Geschwindigkeitsbegrenzung beantragt werden. „Anfang Januar werden wir die Unterlagen an das Straßenverkehrsamt des Landkreises geben“, kündigt Amtsdirektor Göran Schrey an. Demnach sollen auf der Ortsverbindung nur noch Tempo 70 erlaubt sein und auf der Brücke maximal 10 km/h.

Für den wachsenden regionalen Verkehr müssten die kommunale Straße ertüchtigt und die Brücke erneuert werden. Doch das überfordert die Gemeinde Gorden-Staupitz, auf deren Gemarkung die Piste hauptsächlich liegt. „Das ist ein Fass ohne Boden“, schaut der Amtsdirektor auf die „begrenzten kommunalen Mittel“ für die Instandhaltung.

„Wenn wir diese Lebensader erhalten wollen, muss die Gemeinde entlastet werden. Entweder wir ändern die Baulast oder Gorden erhält Zuschüsse für Aus- und Neubau“, nennt Göran Schrey die aus seiner Sicht einzigen Möglichkeiten.

Die kurzen Ortsverbindungen zwischen Süd- und Nordkreis sind seit Anfang der 1990er-Jahre immer wieder öffentlich thematisiert worden, wie das Schreiben und die Zeitungsausschnitte zeigen. Die nur teils ausgebaute Waldstraße zwischen Hohenleipisch und Friedersdorf liegt im Naturpark und ist abgehakt. Doch das Problem zwischen Gorden und Staupitz wollen Gemeinde und Amt lösen. Einwohner unterstützen dies mit einer Unterschriftensammlung. Im Januar lädt Amtsdirektor Göran Schrey  Vertreter des Landkreises, der Gemeinden, der Landwirtschaft und vom Forst zu einem Gespräch ein.

Der vom Amt Plessa angeschriebene und von der RUNDSCHAU befragte Landkreis hält sich mit der gewünschten Höherstufung zur Kreisstraße zurück. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, lautet die jüngste Antwort. Notwendig seien eine Verkehrszählung, das Berücksichtigen der Belange des Naturschutzes und die Abstimmung mit dem Land. Mit einem Ergebnis wird nicht vor 2019 gerechnet. Es ist fraglich, ob das Amt Plessa auf eigene Verantwortung die Brückensperrung so lange hinauszögern kann.