ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:44 Uhr

Justiz
Strafbefehl für unentschuldigten Angeklagten

Bad Liebenwerda. Wer trotz pünktlich zugestellter Vorladung vor Gericht nicht erscheint, hat die Konsequenzen zu tragen.

Immer wieder werden Vorladungen zum Gericht von Angeklagten oder Zeugen missachtet. Auch ein älterer Rückersdorfer erschien dieser Tage nicht pünktlich um 8.30 Uhr im Verhandlungssaal am Amtsgericht Bad Liebenwerda. Ihm wird zum wiederholten Male Beleidigung vorgeworfen. Richterin, Staatsanwältin sowie die beiden Zeugen als Betroffene warten und warten. Als die Viertelstunde herum ist, werden diese entlassen. 25 Minuten nach dem angesetzten Beginn der Verhandlung trudelt der Angeklagte dann doch ein. „Bein kaputt“, entschuldigt er sich. Er könne sich nicht so schnell bewegen, heißt es lapidar.

Doch da war es schon zu spät. Wer unbegründet fernbleibt oder zu spät kommt, gegen den wird ein Strafbefehl erlassen und schriftlich zugestellt. Als der Mann davon hört, widerspricht er empört. Diesen werde er auf keinen Fall akzeptieren. „Ich will Gerechtigkeit“, schimpft er und darf wieder gehen.