Wie bei der Formel 1 springt die Lampe auf der Ampel von rot auf grün - das ist das Startsignal für die Grundschüler an der Friedrich-Starke-Grundschule in Elsterwerda. Im Sprint legen die Schüler eine acht Meter lange Strecke zurück, danach heißt es wenden und im Slalom zurück. Die Laufdaten werden mithilfe zweier Lichtschranken ermittelt. Mit dieser sportlichen Herausforderung ist der "Barmer Gek Kindersprint" seit Dienstag in den Grundschulen in Elsterwerda und Umgebung unterwegs. Unter rund 1000 Kindern aus der Region wird der schnellste Läufer gesucht. Dafür ist Frank Richter vom PK-Lernwerk bis zum 11. März mit den Vorrunden unterwegs. Der große Endspurt findet am Samstag, 12. März, ab 10 Uhr im Elster-Center statt. "Dabei muss am Ende nicht unbedingt der schnellste Sprinter gewinnen", weiß Frank Richter. "Im Parcours sind auch Konzentration und Koordination gefragt. Wir suchen also den schnellsten, geschicktesten und wendigsten Läufer."

Direkt nach dem Zieleinlauf druckt er den Kindern einen Laufzettel aus, auf dem die Einzelzeiten zu Antritt, Sprintvermögen, Richtungswechsel, Pendelvermögen sowie die Gesamtzeit erfasst sind. "Dadurch sehen sie auch von Runde zu Runde ihre Verbesserung. Das motiviert und weckt den Ehrgeiz", sagt Frank Richter. Auch Jamie aus der 6. Klasse verbessert sich mit jedem Lauf. Braucht er in der ersten Runde noch 5,84 Sekunden, so sind es in der dritten Runde nur noch 5,45 Sekunden. "Am Anfang habe ich den Start immer leicht verpasst", sagt der 11-jährige. Schnellster Läufer der Klasse wird er damit allerdings nicht. Da müsste er sich Lucy geschlagen geben. Die Zwölfjährige verbessert sich ebenfalls von Runde zu Runde ,und auf ihrem letzten Ausdruck glänzt sie mit 5,16 Sekunden - Klassenrekord. "Ich bin auch sonst ganz gut in Sport und gehe regelmäßig joggen", sagt Lucy. Außerdem ist sie beim Sportensemble und hat schon einmal an einem 60-Meter-Lauf teilgenommen.

"Alle Zeiten mit einer 5 vorn sind schon gut", meint Frank Richter. "Der Weltrekord im Kindersprint liegt allerdings bei 4,65 Sekunden." Die Läufer seien aber erfahrungsgemäß beim Endspurt auch noch einmal schneller. "Zwei bis drei Zehntel holen die Kinder auf dem Teppich noch mal raus", so Richter.

Am Endspurt können alle Grundschulkinder, auch die, deren Schulen nicht bei den Vorrunden dabei sind, teilnehmen. Neben den Schülern wird auch die sportlichste Grundschule der Region prämiert. Das Elster-Center spendet der Grundschule, die in Relation zur Schülerzahl am stärksten beim großen Endspurt im Elster-Center vertreten ist, eine Sportmaterialkiste zur nachhaltigen Pausengestaltung.

Der Kindersprint steht unter der Schirmherrschaft der Stadt Elsterwerda und wird präsentiert vom Autohaus Wilhelm Neustadt. "Sport ist immer eine gute Sache", sagt Bürgermeister Dieter Herrchen. "Nicht so sportliche Kinder sehen jede Runde ihre Verbesserung, das motiviert. Aber auch gute Sportler werden zu Bestleistungen gefordert."

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Die Vorrunden finden bis zum 11. März statt. An den Vorrunden nehmen neben der Friedrich-Starke-Grundschule Elsterwerda die Grundschule Prösen, die Gartenschule Lauchhammer-West, die Grundschule Elsterwerda, die Europaschule Lauchhammer und die Goethe-Grundschule Hohenleipisch-Plessa teil. Der Endspurt findet am Samstag, 12. März, ab 10 Uhr im Elster-Center statt. Weitere Informationen unter www.kindersprint.de