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| 16:01 Uhr

Fussball
VfB gewinnt Elbe-Elster-Duell

Nach mehr als 20 Jahren gab es wieder ein Punktspiel zwischen Hohenleipisch und dem TSV Schlieben.
Nach mehr als 20 Jahren gab es wieder ein Punktspiel zwischen Hohenleipisch und dem TSV Schlieben. FOTO: FuPa Brandenburg
Landesliga Süd. Hohenleipisch bezwingt vor 270 Zuschauern den Landesliga-Neuling Schlieben mit 2:0. Sven Bock

VfB Hohenleipisch – TSV Schlieben 2:0 (1:0). Tore: 1:0 Bischof (9.), 2:0 Richter (62.); Schiedsrichter: Franke; Zuschauer: 270.

Der VfB Hohenleipisch bleibt vorerst die Nummer 1 in Elbe-Elster: Am Samstag gewann die Elf von Trainer Henrik Pohlenz vor 270 Zuschauern das Duell gegen den Kreisnachbarn und Landesliga-Aufsteiger TSV Schlieben mit 2:0. Die Gastgeber waren bereits früh in Führung gegangen: In der 10. Minute fälschte TSV-Abwehrspieler Mathias Knuppe mit der Wade einen 20-Meter-Freistoß von VfB-Defensivchef Dominic Bischof aus halbrechter Position unglücklich und unhaltbar für Schliebens Schlussmann Albert Dehne ins eigene Tor ab zum 1:0 aus Hohenleipischer Sicht.

Das Tor gab den Hausherren aber vor allem in der ersten Hälfte nicht den nötigen Rückenwind. Das Offensivspiel blieb zumeist Stückwerk und war oft zu ungenau sowie vom Zufall geprägt. Der Aufsteiger versuchte aus einer kompakten Abwehr heraus mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg zu kommen. Wirklich gefährliche Szenen sprangen dabei aber kaum heraus. Unter anderem Spielmacher Max Drößigk und Torjäger Robert Dehne hatten immer wieder mit dem höheren Tempo und der robusteren Gangart in der Landesliga zu kämpfen.

Das wurde vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich. Der VfB kam wesentlich präsenter und spielbestimmender aus der Kabine. Die Pausen-Ansprache von Trainer Henrik Pohlenz schien sofort Wirkung zu zeigen: „Wir haben in der Halbzeit gefragt, ob wir eigentlich Angst haben, zu gewinnen. Dass wir trotz der frühen Führung so nervös sind in der ersten Hälfte, müssen wir so schnell wie möglich abstellen.“

Durch das spielerische Übergewicht ergaben sich jetzt auch immer wieder klare Torchancen für Hohenleipisch. In der 58. Minute musste TSV-Keeper Dehne erst einen 16-Meter-Schuss von Ahmet Ayat abwehren, um gleich anschließend nochmal von Tommy Rink flach geprüft zu werden. Kurz darauf war Dehne wieder aufmerksam bei einer von Paul Werner gefährlich auf den ersten Pfosten gelenkten kurzen Ecke. Doch in der 63. Minute nutzte Tom Richter die Drangphase der Gastgeber zur Entscheidung. Valentin Vetter hatte sich in den Schliebener Strafraum gedribbelt und mustergültig auf den mitgelaufenen und frei stehenden Richter abgelegt. Der machte aus zehn Metern kurzen Prozess und traf zum 2:0.

In der Folge hätten Werner und Kevin Schüler das Ergebnis erhöhen können, ehe sich kurz vor dem Abpfiff noch für Robert Dehne die große Möglichkeit zum Anschluss ergab. Bei einem Ausrutscher von Bischof wäre der Schliebener frei durch gewesen, VfB-Torhüter Christian Drangosch verkürzte aber schnell den Winkel und sicherte mit dem Fuß den Heimsieg von Hohenleipisch.

Trotz des Erfolges war VfB-Trainer Pohlenz nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „Wichtig ist das Ergebnis und dass wir das Auftaktspiel 2:0 gewonnen haben. Das Derby war nicht schön, aber der Sieg aus meiner Sicht relativ sicher. Schlieben konnte offensiv keinen Druck entwickeln. Bei unseren Männern hat man schon gesehen, dass sie nervös waren. Beim Pokalspiel letzte Woche oder den Testspielen gegen unterklassige Gegner waren alle wesentlich stabiler und haben nicht so viele technische Fehler gemacht. Das hat mir heute nicht gefallen“, sagte er.

Für Schliebens Trainer Mike Urban war der erste Gegentreffer einer der Knackpunkte im Spiel: „Nach dem frühen 1:0 aus einem Standard, und noch dazu unglücklich abgefälscht, wird es natürlich schwer, nochmal beim Favoriten ins Spiel zu kommen. Wir haben uns auch im eigenen Spielaufbau schwer getan, wirkliche Chancen zu kreieren. Wir hatten zwar noch zwei oder drei verheißungsvolle Standards, aber auch die haben wir nicht genutzt. Wir werden die Niederlage vernünftig einordnen und unsere Punkte woanders holen müssen.“