ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:07 Uhr

Leichtathletik
Sturm und Schlamm – und völlig am Ende

 Das ist nur eins von mehr als 100 Hindernissen, die Marcel Haubold im niedersächsischen Fürstenau zu bewältigen hatte.
Das ist nur eins von mehr als 100 Hindernissen, die Marcel Haubold im niedersächsischen Fürstenau zu bewältigen hatte. FOTO: Marcel Haubold
Elsterwerda. Der Elsterwerdaer Extremsportler Marcel Haubold hat sich beim Iron Viking einer echten Tortur unterzogen. Von Mirjam Danke

Extrem-Hindernisläufe sind seine große Leidenschaft. Einen solchen hat Marcel Haubold jüngst wieder erfolgreich beendet. Der Sportler des ASV Sun Sport Teams Elsterwerda hat das deutsche Rennen der Iron Viking Serie im niedersächsischen Fürstenau gemeistert – 42 Kilometer mit mehr als 100 Hindernissen.

Zwölf Wochen hat Haubold speziell darauf hintrainiert. Bis zu fünf Tage die Woche war er im Fitnessstudio, hat Krafttraining gemacht, Spinning, spezielle Fitnessübungen und Yoga. Und am Wochenende ging es mit der Laufgruppe des ASV Sun Sport Teams ins Gelände.

Gut gerüstet ging es also beim Iron Viking auf die Strecke, die viele Wasser- und Schlamm-Hindernisse bereit hielt. Zudem galt es unter anderem, eine 25-Kilo-Kette über einen Kilometer auf den Schultern zu tragen – oder einen 60-Kilo-Schlitten durch den Schlamm zu ziehen.

 Geschafft! Nach sieben harten Stunden erreichte Haubold das Ziel.
Geschafft! Nach sieben harten Stunden erreichte Haubold das Ziel. FOTO: Marcel Haubold

Innerhalb von sechs Stunden mussten die Teilnehmer die 32-Kilometer-Marke erreicht haben, sonst wären sie aus dem Wettbewerb genommen worden. Marcel Haubold war nach 5:40 Stunden da. „Schon schwer gezeichnet“, wie er einräumt. „Doch dann kamen noch zehn weitere Kilometer.“ Zehn richtig harte Kilometer sogar.

Mit Sturm und Regen wie aus Kübeln musste der Elsterwerdaer nun auch noch klarkommen. Dazu plagten ihn massive Krämpfe. „Der Körper war am Ende“, blickt er zurück. „Jetzt war nur noch der Kopf entscheidend.“ Mit Atemübungen, die er beim Yoga erlernt hatte, versuchte Haubold die Schmerzen auszublenden.

Es gelang. Nach 7:09 Stunden Tortur wartete im Ziel die schönste Belohnung für den Lausitzer Extremsportler: seine Frau Tina, die er erschöpft, aber glücklich in die Arme schließen konnte.