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Lübben thront an Tabellenspitze

Einer der besten im Hohenleipischer Trikot war Paul Werner, der hier das 3:0 erzielt. Patrick Sergel kommt zu spät. Im Hintergrund Ahmet Ayata.
Einer der besten im Hohenleipischer Trikot war Paul Werner, der hier das 3:0 erzielt. Patrick Sergel kommt zu spät. Im Hintergrund Ahmet Ayata. FOTO: Thiemig/fte1
Landesliga Süd. SpVgg. Blau-Weiß 90 Vetschau – SV Grün-Weiß Lübben 1:2 (0:0) SR: Felix Alich (Cottbus). Marco Klossund Frank Thiemig / mkl1

Tore: 1:0 Andy Veit (62.); 1:1 Rene Trehkopf (88.); 1:2 Benjamin Peschk (90+5.). Z.: 169.

Nach einer packenden Endphase dreht Grün-Weiß Lübben die Partie in Vetschau. Nachdem Andy Veit die Blau-Weißen in Führung brachte, sah es bis wenige Minuten vor dem Ende nach dem nächsten Heimsieg aus. Rene Trehkopf glich zwei Minuten vor dem Ende aus und in der sechsten Minute der Nachspielzeit sorgte Benjamin Peschk für den umjubelten Siegtreffer. Durch diesen Sieg klettert Lübben wieder auf Rang eins und hat nun beste Chancen auf den Staffelsieg in der Landesliga Süd.

SG Burg - FSV "Glückauf" Brieske/Senftenberg 3:1 (1:0)

SR: Leon Tober (Fürstenwalde). Tore: 1:0 Patrick Lahr (13.); 2:0 Caio Henrique Rodrigues Dos Santos (47.); 3:0 Fatih Yigitusagi (48.); 3:1 Georg Hübner (66.). Z.: 55.

Nach individuellen Fehlern nach der Pause verlieren die Knappen völlig unnötig im Spreewald und ließen die zahlreichen mitgereisten Anhänger verzweifeln. Nach einer guten Anfangsphase mit der Kopfballchance von Thoralf Gennermann konterten die komplett defensiv spielenden Gäste nach 13 Minuten das erste Mal und kamen gleich zum Erfolg. Mit einfachsten Mitteln überspielten die Hausherren den FSV und Patrick Lahr ließ beim Abschluss keine Zweifel am Projekt Heimsieg. Mit der Führung rückte die SG Burg noch einen Schritt weiter nach hinten, so dass erst zehn Minuten später eine Standardsituation für Brieske gefährlich wurde. Jonas Bubners Kopfball entschärfte Burgs Torhüter und Markus Riedel setze den Nachschuss in die Wolken. Das Spiel verflachte weiter und nur Standardsituationen brachten Gefahr, so zum Beispiel ein Kopfball von Patrick Lahr über das Tor und ein Abschluss von Martin Voigtländer an die Oberkante der Latte. Erst kurz vor der Pause waren es Stephan Heine mit einem Distanzschuss für die Gäste und Patrick Lahr aus wenigen Metern, mit Chancen aus dem Spiel heraus. Der zweite Abschnitt begann für die Knappen grauenhaft. Einen zu kurzen Rückpass von Stephan Heine nutzte Caio Henrique zum 2:0 und keine 60 Sekunden später vertändelte Thoralf Gennermann den Ball, so dass auch Fatih Yigitusagi traf und die Partie vorentschieden war. Nachdem die Unparteiischen mit wackeligem Arm für einigen Unmut sorgten und insgesamt eine schwache Leistung ablieferten, brachte der erste herausgespielte Angriff der Knappen auch das 3:1. Markus Riedel, nach Doppelpass, auf die Fünf-Meter-Raum-Linie durchkommend, bediente Combacker Georg Hübner, der trocken einschob. Nur wenige Minuten später lag der Ball nach Freistoß wieder im Tor, doch auch hier will der Assistent eine Abseitsposition gesehen haben. Nachdem auch Markus Riedel und Georg Hübner knapp neben das Tor schossen war die Niederlage perfekt. Eine insgesamt maue Leistung der Knappen reichte neben den individuellen Fehlern nicht für Punkte und beschert der SG Burg weiter Aufwind im Abstiegskampf.

VfB Hohenleipisch - Storkower SC 6:1 (4:0)

SR: Daniel Sievers (Ludwigsfelde). Tore: 1:0 Daniel Preusker (12./ET); 2:0, 3:0 Paul Werner (18., 30.); 4:0 Tim Seifert (40.); 4:1 Felix Frind (56.); 5:1 Kevin Schüler (60.); 6:1 Christoph Wenzel (66.). Z.: 163.

Eine deutliche Angelegenheit wurde die einseitige und dennoch wegen des Klasse-Auftritts der Platzherren sehr kurzweilige Partie gegen das Schlusslicht für die Hohenleipischer, die mit einer der besten Mannschaftsleistungen dieser Saison die Gäste dem Abstieg näher brachten. Der VfB brannte von der ersten bis zur letzten Minute ein tolles Angriffsfeuerwerk ab. Dauerdruck der Einheimischen und ihr sehr frühes Attackieren ließen den SSC kaum aus seiner Hälfte kommen. Storkow hatte schon in den ersten Minuten mehrfach Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Das passierte zwar per Eigentor, welches allerdings von der motivierten und spielfreudigen VfB-Elf erzwungen wurde und Preusker die scharfe Hereingabe von Schüler unhaltbar versenkte (12.). Nur eine Minute später machte Paul Werner alles richtig und überlupfte Tormann und Abwehrspieler, jedoch ging der Ball an die Latte. Werners 2:0 war überfällig, obwohl erst 18 Minuten gespielt waren und kurz darauf vergaben die Platzherren zwei weitere einhundertprozentige Chancen. "Entschlossener vor dem Tor!", mahnte VfB-Trainer Henrik Pohlenz, was aber das einzige, kleine Manko seiner Mannschaft war. Ansonsten hätte es gegen harmlose Storkower auch gut und gern zweistellig enden können. Der VfB kombinierte gut, suchte das Spiel in die Spitze, spielte variantenreich und überforderte mit dem Tempo die Gäste permanent. Werner und Seifert erhöhten zum 4:0-Pausenstand und mit drei VfB-Gelegenheiten startete der zweite Durchgang und Otto scheiterte freistehend aus vier Metern mit der besten davon (51.). War von Storkow bis dahin überhaupt nichts zu sehen, verkürzte Frind mit dem ersten abgeschlossenen Angriff (56.). Ein Weckruf, denn bis zum Abpfiff ging es wieder nur und in kaum nachlassender Geschwindigkeit und Intensität in Richtung SC-Kasten. Tempoflügellauf, scharfe Flanke und direkter Abschluss waren die Komponenten für das 5:1. Bei der Koproduktion Rink/Schüler war der Tormann chancenlos (60.), verhinderte ansonsten aber eine noch höhere Niederlage wie zweimal gegen Werner (61., 65.), aber beim 6:1 war er machtlos. Ein tolles Tor von Wenzel, der wenig später Pech hatte, als die Kugel vom Pfosten genau in die Arme des Keepers ging. Der beste Storkower hatte bei Schülers Kopfball Glück (77.), entschärfte aber auch den knallharten Freistoß von Ayata (86.) und damit die letzte VfB-Chance.

Die Briesker Kicker mussten in Burg eine unerwartete Niederlage einstecken.
Die Briesker Kicker mussten in Burg eine unerwartete Niederlage einstecken. FOTO: Marco Kloss/mkl1