| 16:53 Uhr

Fussball Landesliga Süd
Gefühlte Niederlage Hohenleipisch

In dieser harmlosen Szene zwischen Kevin Schüler (r.) und Gubens späteren 1:1-Schützen Rafal Pietka brauchte Schiedsrichter Jung nicht einzugreifen. Am Ende sorgte der Referee indes für Aufregung.
In dieser harmlosen Szene zwischen Kevin Schüler (r.) und Gubens späteren 1:1-Schützen Rafal Pietka brauchte Schiedsrichter Jung nicht einzugreifen. Am Ende sorgte der Referee indes für Aufregung. FOTO: Frank Thiemig / Thiemig Frank
Landesliga Süd. Umstrittener Elfer beim späten 1:1 des VfB gegen Guben. Brieske bleibt erfolgreich. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

VfB Hohenleipisch 1912 – 1. FC Guben 1:1 (0:0).

Tore: 1:0 Otto (49.), 1:1 Pietka (90.+2, Foulelfmeter); Schiedsrichter: Jung (Berlin); Zuschauer: 118; VfB: Drangosch - Gärtner, Bischof, Stern (62. Pospischil, 83. Mouen Ebongue), Erken, - Ayata (46. Schollbach), Wenzel, Otto, Schüler - Nitzschner - P. Werner.

Mit der unbefriedigenden Punkteteilung nach einer ebensolchen Leistung gegen einen kämpferischen 1. FC Guben tritt Hohenleipisch weiter auf der Stelle. Freilich war der Ausgleich mit der finalen Aktion durch einen hochgradig fragwürdigen Elfmeter sehr unglücklich, aber insgesamt bot Hohenleipisch zu wenig, war nur phasenweise wirklich präsent und nach Torchancen scheint das Resultat sogar in Ordnung.

Der VfB startete mit einem vehementen Sturmlauf. Nitzschner traf den Pfosten (3.) und den Bischof-Freistoß (4.) parierte Matwiejczyk – einer von sieben polnischen Spielern in der FC-Startelf – ganz stark. Die Einheimischen ließen nach zehn Minuten unverständlich nach und Guben konnte das Geschehen offen gestalten, hielt einsatzstark dagegen und kam auch zu zwei Möglichkeiten. Die Gäste sorgten aber nur nach Ecken und Freistößen für Aufregung, der VfB dagegen mit vielen Ungenauigkeiten, leicht verlorenen Bällen, blassem Spielaufbau und meist wurde nur reagiert. „Wir müssen wieder etwas machen!“ hörte man den Trainer mehrfach.

Mit Wiederbeginn schienen seine Mahnungen zu fruchten, Hohenleipisch spielte deutlich engagierter und wie so oft in zähen Partien, musste ein Standard her für ein Tor. Otto schlenzte einen Freistoß von Strafraumeck sehenswert in den Torwinkel (49.). Drangosch musste jedoch mit einer Glanzparade gegen einen Tscheppan-Freistoß den Vorsprung schnell verteidigen (54.). Hohenleipisch straffte sich aber und bekam das Geschehen anschließend unter Kontrolle. Dennoch forderte VfB-Coach Henrik Pohlenz jetzt: „Weitermachen, Bälle sauber festmachen, Ordnung halten.“ Hatte Mouen Ebogue gerade noch für Gefahr vor dem FC-Tor gesorgt (86.), verhinderte auf der Gegenseite Drangosch überragend das sichere 1:1 (90.).

Allerdings lösten seine Vorderleute die Anschlussszene zu schlecht und Schiedsrichter Jung sollte in der schwachen Landesligapartie mit einem höchst fragwürdigen Strafstoß quasi für den Höhepunkt sorgen. Heftige Proteste folgten. Und Gubens Woryta selbst räumte ein, dass es kein Elfer sei. Pietka verwandelte sicher und sofort kam der Schlusspfiff. Hohenleipisch klemmt damit weiter in der Tabellenmitte fest.

SV Germania Schöneiche – FSV Brieske/Senftenberg 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Martin Voigtländer (9.), 0:2 Izzet Özcelik (89.), Schiedsrichter: Michael Wendorf (Schönwalde-Glien), Zuschauer: 50.

Im Spitzenspiel begannen die Knappen etwas unkonzentriert und haderten über viele einfache Fehler. Nach einem ersten Fernschuss von Paul Natusch waren die Hausherren gleich zweifach gefährlich und Paul Ehrlich war gegen einen Kopfball und einen Abschluss nach einem Abschlag zur Stelle. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und kamen durch Martin Voigtländer, nach Pass von Paul Natusch, zur Führung. In einer ausgeglichenen Halbzeit war es Paul Natusch, der nach Balleroberung nur knapp über das Tor schoss. Auf der Gegenseite verpasste die Heimelf eine gute Eingabe nur knapp und köpfte freistehend über das Tor.

Das Spiel wurde nach gut 20 Minuten etwas ruhiger, ehe beide Mannschaften noch einmal Richtung Pause zu Chancen kamen. Ein abgefälschter Schuss von Michael John zur Ecke und eine abgerutschte Flanke von Johannes Petsch, die in letzter Sekunde geklärt wurde, brachten den Knappen einen besseren Halbzeitabschluss.

Die angemahnte Konzentration brachte im zweiten Abschnitt zwar eine gute Spielkontrolle der Gäste, doch der Ballbesitz lag auf Seiten der Hausherren, die daraus aber nur wenig Zählbares fabrizierten. Die Knappen verpassten den genauen Abschluss oder taten sich schwer, den Ball gefährlich in die entscheidende Position zu bringen. Zehn Minuten vor dem Ende waren die Hausherren wieder gefährlich, scheiterten aber wiederum an Paul Ehrlich. Richtung Schlussphase wurden die Gäste noch einmal zwingender. Doch Markus Riedel scheiterte nach einem Solo am Torhüter. In der Schlussminute fiel doch noch die Entscheidung, als eine abgewehrte Ecke von Martin Voigtländer wieder in den Strafraum gebracht wurde und der eingewechselte Izzet Özcelik zum 0:2-Endstand traf.

SpVgg. Blau-Weiß Vetschau – FSV Dynamo Eisenhüttenstadt 1:2 (1:2). Tore: 0:1 Christian Wulff (19.), 0:2 Maik Frühauf (30.), 1:2 Caio Henrique (42./Strafstoß), Schiedsrichter: Sebastian Rother (Beelitz), 82.

Mit dieser Niederlage rechneten wohl nur Pessimisten. Die Gäste, in dieser Saison im unteren Mittelfeld zu Hause freuten sich über den Auswärtssieg und die Führung nach einer halben Stunde. Die abwechslungsreiche erste Halbzeit brachte Chancen auf beiden Seiten, die bei den Gästen erfolgreicher genutzt wurden. Mit einem Strafstoß kamen die Hausherren noch mal heran, schafften nach der Pause aber nicht mehr den Ausgleich. Bei den Gästen ragten die Frühauf-Zwillinge heraus und waren von den Hausherren kaum zu stoppen. Mit dem vierten Spiel in Folge ohne Sieg rutscht das Team von Trainer Jörg Handrick in der Tabelle auf Rang sechs.