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| 17:00 Uhr

Kegeln
Irre! Verloren geglaubtes Spiel gedreht

Riesenjubel nach dem Last-Minute-Sieg gegen den SKC Kleeblatt Berlin: Der ESV Lok Elsterwerda ist damit nun Tabellendritter der 2. Liga.
Riesenjubel nach dem Last-Minute-Sieg gegen den SKC Kleeblatt Berlin: Der ESV Lok Elsterwerda ist damit nun Tabellendritter der 2. Liga. FOTO: Martin Exner
2. Bundesliga Classic-Kegeln. Die Bundesliga-Kegler von Lok Elsterwerda fangen Kleeblatt Berlin auf der Zielgeraden noch ab. Von Martin Exner

ESV Lok Elsterwerda – SKC Kleeblatt Berlin 5:3 (3535:3503)

Dieses Duell in der 2. Bundesliga der Classic-Kegler zwischen Lok Elsterwerda und Kleeblatt Berlin wird sicher in die Geschichte eingehen. Die Gäste reisten selbstbewusst an und hatten, wie vom Kapitän bei der Spieleröffnung angekündigt, einen klaren „Matchplan“. Der schien bis kurz vor Ultimo auch vollends aufzugehen, doch der ESV meldete sich in einer schier unglaublichen Schlusssequenz herausragend zurück und drehte ein bereits verloren geglaubtes Spiel. Aber der Reihe nach.

Der Tabellenvierte wollte gleich zu Beginn hohen Druck auf die heimstarken Gastgeber ausüben und schickte mit Sebastian Käfer (604) und Christian Drache (645) seine besten Akteure auf die ergiebigen Bahnen. Elsterwerda kam in dieser jungen Phase der Begegnung mit Robert Groschopp (554) und Hannes Meske, der für den verletzten Uwe Scheibe einsprang, nicht wie gewollt in die Partie und musste schließlich beide Mannschaftspunkte abgeben. Meske steckte im Aufeinandertreffen mit dem Tagesbesten Drache aber nie auf und erzielte nicht zuletzt dank einer überragenden vierten Bahn (202) einen neuen U23-Rekord mit 621 Kegeln.

Im weiteren Verlauf gelang es den Einheimischen mit Michael Müller (547) und Stefan Kläber (568) nur bedingt, die sich bietenden Möglichkeiten der Gäste auszunutzen. Insbesondere Müller agierte an diesem Tag glücklos und musste seinen Zähler an Martin Asmus (560) abgeben. Und obwohl auch bei Kläber nicht alles rund lief, besorgte er gegen Enrico Brosch (566) den überlebenswichtigen Zähler zum 1:3.

Doch nach eher verhaltenem Elsterwerdaer Start ins letzte Spieldrittel schwanden allmählich die letzten Hoffnungen. Berlin schien die Szenerie mit Jörg Seidel (594) und Andreas Kupsch (534) bei komfortablen 85 Kegeln Vorsprung im Griff zu haben. Bis zur letzten Bahn glaubte wohl keiner mehr so recht an eine Spielwende. Aber Benjamin Kube (632) und Martin Exner (612) wurden immer stärker und beim SKC schlichen sich zunehmend Fehler ein. Auf der Schlussbahn kochte die Stimmung schließlich über und der Gastgeber ging tatsächlich erstmals in Front. Berlin erholte sich im Hexenkessel von Elsterwerda nicht mehr und verlor dieses denkwürdige Bundesligaspiel auf der Zielgeraden noch mit 5:3 und rutscht auf Platz fünf ab, während die Lok mit nunmehr zehn Punkten auf Rang drei springt.