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Landesliga Süd
Hohenleipisch verliert mit Rumpfelf in Ströbitz

Wacker Cottbus gegen VfB Hohenleipisch
Wacker Cottbus gegen VfB Hohenleipisch FOTO: Sven Bock
Hohenleipisch. Torfestival der Briesker, Auswärtspleite für Hohenleipisch in Cottbus, Gubener Sieg in Wildau – das Wochenende in der Landesliga Süd war spannungsreich. Von Marco Kloss

FSV Dynamo Eisenhüttenstadt – FSV Brieske/Senftenberg 3:6 (0:3). Tore: 0:1 Georg Hübner (31.), 0:2 und 0:3 Markus Riedel (38./39.), 1:3 Tom Nolten (50.), 1:4 Paul Natusch (51.), 2:4 Christian Wulff (66.), 2:5 Markus Riedel (69.), 2:6 Julian Wetter (80.), 3:6 Steven Frühauf (88.); Schiedsrichter: Uwe Schultz (Neuhausen), Zuschauer: 89, FSV: Ehrlich, Malinski, John (81. Peschel), Heine, Kandler, Natusch, Jautze, Riedel, Hübner (86. Schulze), Voigtländer, Petsch (42. Wetter)

Die Knappen mussten fast die komplette Abwehr umbauen und wollten die aktuelle Schwächephase von Dynamo nutzen, um weiter Selbstvertrauen zu sammeln. Mit viel Schwung begannen beide Mannschaften und Brieske war durch Johannes Petsch gefährlich, der gegen Sebastian Grummt nicht erfolgreich war. Die Dynamos hatten im Mittelfeld ein leichtes Übergewicht und wollten unbedingt den ersten Saisonsieg, der in der Folge aber in weite Ferne trat. Hielt Sebastian Grummt gegen Martin Voigtländer noch stark, war er gegen einen abgefälschten Ball von Georg Hübner machtlos. Noch vor der Pause stellten die Knappen das Spiel auf Sieg, als Markus Riedel innerhalb von 100 Sekunden einen sehenswerten Doppelpack schnürte. Als Martin Voigtländer erneut vergab, ging es mit klarem Vorsprung in die Pause, aus der die Hausherren mit frischem Sturm kamen und auch schnell verkürzten. Einen Schuss aus 20 Metern brachte Paul Ehrlich im Tor der Gäste zur Seite, wo Tom Nolten einschoss. Die Knappen ließen sich davon nicht schocken und schlugen im Gegenzug zurück. Paul Natusch wurde freigespielt und traf zum 1:4. Markus Riedel per Kopf knapp vorbei und Christian Wulff mit einem Freistoß fast mit Pfostenkontakt, trafen nicht, ehe Wulff bei einem Eckball frei zum Kopfball kam und das 2:4 erzielte. Auch diesen Gegentreffer verdaute Brieske schnell, als der eingewechselte Julian Wetter gegen Grummt scheiterte, staubte Markus Riedel erneut ab. Die gute Leistung nach seiner Einwechslung brachte Julian Wetter zehn Minuten vor dem Ende den ersten Pflichtspieltreffer für die Knappen zum 2:6, ehe Steven Frühauf den Schlusspunkt in einer schnelllebigen und guten Landesligapartie setzte.

SpVgg. Blau-Weiss 90 Vetschau – SV Frankonia Wernsdorf 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Roland Richter (58./Foulelfmeter), 1:1 Caio Henrique Dos Santos (71./Foulelfmeter), Schiedsrichter: Rene Müller (Cottbus), Gelb-Rote Karte: Lucas Eduardo Carvalho De Almeida (90+5./Vetschau), Zuschauer: 146.

SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz – VfB Hohenleipisch 3:0 (0:0). Tore: 1:0 Randy Gottwald (67./Foulelfmeter), 2:0 Rostyslav Diakiv (75.), 3:0 Joa Antonio Pinot Pais (85.), Schiedsrichter: Tony Matschullis (Grünheide Mark), Zuschauer: 102. VfB: Drangosch, Bischof (81. Kriegereit), Schiffner, Gärtner, K. Schüler, Wenzel, Otto, Stern (46. Freigang), Pospischil, Mouen Ebongue, P. Werner.

Die Gäste waren nur mit einer Rumpfelf nach Cottbus gereist. Neben Trainer Henrik Pohlenz, der zeitgleich im Kreissaal auf Nachwuchs wartete, fehlten insgesamt 12 Spieler im Kader. Vereinspräsident Steffen Fischer übernahm nicht nur die Betreuung der Mannschaft, sondern trug auch noch das Trikot als Wechsler. Doch zu seinem Einsatz kam es nicht – auch weil Norman Freigang kurzfristig noch reaktiviert werden konnte. Wegen seines Medizinstudiums wollte er diese Saison kürzer treten und nur noch in Notfällen aushelfen. Der ersten Elf des VfB merkte man über weite Strecken der Partie aber nicht an, dass noch einige Leistungsträger verletzt fehlten. Vor allem in der ersten Halbzeit stand Hohenleipisch kompakt und ließ nur wenig zu. Die Führung für Wacker in der 67. Minute fiel dann aber dennoch folgerichtig. Randy Gottwald erkämpfte sich in der eigenen Hälfte selbst den Ball und schickte beim schnellen Gegenstoß Rostyslav Diakiv auf die Reise. Dominic Bischof wusste sich im Laufduell im eigenen Strafraum nicht mehr anders zu helfen als das lange Bein auszufahren. Der souveräne Schiedsrichter Tony Matschulis zögerte keine Sekunde und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Gottwald verwandelte sicher zum 1:0 aus Ströbitzer Sicht. VfB-Aushilfstrainer Steffen Fischer: "Wir haben bis zum Elfmeter eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Der war berechtigt und die entscheidende Situation im Spiel. Wir hatten dann einfach nicht mehr die Möglichkeiten zu wechseln und konnten von der Bank nicht mehr nachlegen, um vielleicht noch die Wende zu schaffen."

Ströbitz spielte die Partie mit der Führung im Rücken wie eine Spitzenmannschaft herunter. In der 76. Minute segelte eine Flanke von Gregor Holz noch leicht abgefälscht punktgenau auf den Kopf von Diakiv, der ins lange Eck einnickte. Und mit dem schönsten Angriff der Partie sorgte der eingewechselte Joao Antonio Pinto Pais für den Schlusspunkt.

Phönix Wildau – 1.FC Guben 0:2 (0:2) T: 0:1 Fahrenkrug (1.), 0:2 Piotrowski (25.); S: Gericke (Berlin); Z: 32; Guben: Matwiejczyk (78. Hanschke) – Bieresniewicz, Woryta, Nitschke, Wessel – B.Schulz, Rys – Tzscheppan (63. Swoboda), Schwärtzke – Fahrenkrug (75. Pietka), Piotrowski.

Gubens Fahrenkrug fing einen Einwurf ab und vollendete. Taktisch im Vorteil, kontrollierte der FC das Spiel, hatte aber Glück, dass ein Schuss vom Innenpfosten zurück sprang und Matwieczyk eine weitere Chance super vereitelte. Piotrowski setzte sich gegen drei Verteidiger durch und überwand auch den Torwart. Insgesamt ließ der FC wenig zu, hatte aber einige kritische Situationen zu meistern. Am Ende entschärfte der für den verletzten Matwieczyk ins Tor gerückte Trainer Hanschke noch eine hochkarätige Kopfballchance.