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Hohenleipisch und Vetschau teilen Punkte

In der Schlussphase war Hohenleipisch dem Sieg näher. Hier kann Vetschaus Ausgleichs-Torschütze Matthias Schütz (r.) im letzten Moment vor Steven Erken klären.
In der Schlussphase war Hohenleipisch dem Sieg näher. Hier kann Vetschaus Ausgleichs-Torschütze Matthias Schütz (r.) im letzten Moment vor Steven Erken klären. FOTO: Frank Thiemig/fte1
Landesliga Süd. Beim 1:1 der beiden Landesligisten fallen schon früh die Tore. Die intensive Partie hatte aber viele weitere Höhepunkte. frank thiemig / fte1

VfB Hohenleipisch 1912 - SpVgg Blau-Weiß 90 Vetschau 1:1 (1:1).

Tore: 1:0 Bischof (6.), 1:1 Schütz (11.); Schiedsrichter: Habertag (Gahry); Zuschauer: 145; Gelb-Rote Karte: 78. Jäckel (Vetschau)

Hohenleipisch: Drangosch - Gärtner, Bischof, Stern (81. Mouen Ebongue), Erken, - Pelzer (62. Pospischil), Wenzel - Schüler, Nitzschner, Gutsche - P. Werner.

Vetschau: Liebe - Konzack, Tributh, Böttcher, Wilzeck - Lehmann, Gutar, Köhler (61. Veit) - Jäckel, Schütz - Rodrigues Dos Santos.

Bei bestem Fußballwetter boten die Teams ein intensives, kurzweiliges Landesliga-Spiel. Und auch wenn das Endergebnis früh feststand, gab es einige Highlights. Mit der Punkteteilung gegen den bisherigen Dritten konnten sich die Hohenleipischer im Tabellenmittelfeld etwas stabilisieren, wenngleich für den VfB durchaus mehr drin war. Vetschau rutschte einen Platz runter auf Rang vier.

Der Auftakt hätte für die Platzherren nicht besser sein können, beendete Bischof doch nach fast 200 Minuten die Torflaute (6.). Lange hielt der Vorsprung nicht, weil Schütz mit einem Sonntagsschuss einen Freistoßheber von Böttcher direkt nahm und unhaltbar versenkte (11.). Vetschau bestimmte dann bis zur Pause das Spiel und hatte erneut durch Schütz per Kopf (18.) nach einem der vielen Freistöße eine Möglichkeit.

Mehr Torgefahr produzierten die Spreewälder trotz ihres Mehr an Ballbesitz nicht, abgesehen von einem weiteren Freistoß, den Drangosch parierte (37.). Die Einheimischen kamen nicht wirklich in das Spiel, hatten allerdings nach einer halben Stunde eine sehr gute Chance, als Nitzschner aus wenigen Metern die flache Hereingabe von Wenzel verpasste.

Dem gleichen Spieler wäre gleich nach Wiederbeginn fast die erneute Führung gelungen, als der Befreiungsschlag von Tributh an sein Bein prallte und knapp am leeren Tor vorbei ging. Bei den Hohenleipischern lief es nun etwas besser, die Zweikämpfe wurden energischer und erfolgreicher geführt und hinten ließ man nichts zu, auch wenn es manchmal risikoreich aussah. Vetschaus Brasilianer Dos Santos konnte nur sporadisch seine Qualitäten am Ball aufblitzen lassen, wie bei seinem Slalomlauf bis an den VfB-Strafraum (62.). Ein Freistoß von Konzack knapp über den Kasten (65.) sollte noch die gefährlichste Gästeszene bis zum Abpfiff sein.

Die Platzherren spielten inzwischen mutiger und Nitzschner hatte mit seinem Gewaltschuss an das Lattenkreuz einfach nur Pech (68.). Glück dagegen hatten kurz darauf zwei Aktive mit jeweils der Gelben Karte. Der insgesamt recht großzügige Schiedsrichter befand weder ein Hohenleipischer Foul, noch das beidhändige Umschubsen durch einen Vetschauer rotwürdig. "Dazu haben beide Aktionen nicht gereicht", meinte der Referee.

Die Gemüter beruhigten sich beiderseits schnell wieder, aber nach einem rüden Foul an Stern, der nicht weitermachen konnte, musste Jäkel mit der Ampelkarte vom Platz.

Die letzte Viertstunde gehörte nun, auch der Überzahl geschuldet, klar der VfB-Elf, die mehrere Siegchancen ausließ. "In der ersten Halbzeit war Vetschau besser und hatte über das gesamte Spiel gesehen auch mehr Anteile. Die besseren Chancen gab es aber für uns, und in der Schlussphase hätten wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen", resümierte auch Trainer Henrik Pohlenz.

Erkens Schuss ging Zentimeter am Pfosten vorbei und sah den Gästekeeper ohne Reaktion (82.). Der parierte dann stark gegen Gutsche (84.), und die nachfolgenden Ecken überstanden die Blau-Weißen, die einen Überzahlangriff gegen aufgerückte Hohenleipischer verpuffen ließen.

Im Gegenzug hatte der gerade eingewechselte Mouen Ebongue mit der klarsten Möglichkeit die Entscheidung auf dem Fuß, setzte den Ball aber neben den langen Pfosten (88.), wie auch in der Nachspielzeit ein Werner-Freistoß knapp zur Ecke gelenkt wurde.

Am Ende war es sicher ein gerechtes Resultat, obwohl sich Vetschaus Trainer Jörg Handrick womöglich mehr erhofft hatte. "Wir hatten mehr vom Spiel und müssen jetzt mit diesem Punkt leben", analysierte er.