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| 02:39 Uhr

HC ist gerüstet für das Spreewaldderby

Lübben. Der HC Spreewald ist gerüstet für das Spreewaldderby gegen die TSG Lübbenau an diesem Samstag in der Handball-Brandenburgliga. Mit tollem Teamgeist, Kampf und dem nötigen Quäntchen Glück kam der HC in Bad Freienwalde zum 29:28-Erfolg und eroberte damit Tabellenplatz zwei. Chris Guhrenz

Dabei reisten die Spreewälder mit einem schmalen Kader zu einem der heimstärksten Teams der Brandenburgliga, das wegen vieler Verletzter und Spielermangel in der Tabelle abgerutscht war. Für gewöhnlich werden die Bad Freienwalder vor allem von der stimmungsvollen Kulisse in einer engen Halle zu Heimsiegen gepeitscht.

Mit einer offensiven 3-2-1-Deckung versuchte die Jahn-Sieben die wurfgewaltige Rückraumreihe der Spreewälder auf Abstand zu halten. Ein strukturiertes Angriffsspiel mit viel Bewegung ohne Ball brachte dem HC zunächst eine 7:4-Führung. Dann jedoch war es ein enger Schlagabtausch. Da die Spreewälder jedoch von allen Positionen aus Wurfgefahr ausstrahlten, konnten sie sich bis zur Halbzeit eine 16:13-Führung erspielen. Ein gut aufgelegter Tim Glowinkowski erzielte einfache Tore im Tempogegenstoß, Jörn Grötschel setzte sich immer wieder auf der rechten Abwehrseite im Eins-gegen-Eins durch oder spielte den Außen Danilo Wendt frei.

Der zweite Spielabschnitt entwickelte sich jedoch zu einem wahren Krimi. Die Spreewälder agierten zum Teil überhastet, woraus zahlreiche Ballverluste resultierten. Beim 24:24 in der 50. Minute war das Spiel schließlich völlig offen. Florian Beyer zündete in dieser Phase jedoch einige Raketen aus dem Rückraum. Stürmerfouls und Ballverluste auf beiden Seiten läuteten eine heiße Schlussphase ein. Daniel Wegner im HC-Tor zeigte sich erneut in blendender Verfassung und parierte mehrfach freie Einwurfmöglichkeiten. Beim 28:28 in der 59. Spielminute war es vor allem sein Verdienst, dass die Gurkentruppe in den letzten Angriff ging.

35 Sekunden auf der Anzeigentafel, mehrfache Unterbrechungen, eine Jahn-Abwehr, die alles in die Abwehraktion legt und ein nervenstarker Danilo Wendt, der auf Außen freigespielt wird und zum 28:29 einwirft, rundeten einen spannenden Spielverlauf ab.

Nach diesem Krimi ist der HC nun bereit für die TSG Lübbenau. An diesem Samstag (18.15 Uhr) gibt es im Blauen Wunder das Duell der beiden Spreewaldstädte.

HC Spreewald: Kleindienst, Wegner - Glowinkowski (4 Tore), Wendt (5/1), Beyer (6), Handke (1), Grötschel (3), Werner (4), Guhrenz (4), Freund (2)