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| 17:07 Uhr

Kegeln
Elsterwerda dominiert munteres Derby

 Der Elsterwerdaer Justin Lorenz (re.) spielte im zweiten Derby-Durchgang gegen Jörg Bruhn (li.) stark auf und ließ keine Zweifel am Heimsieg seines ESV gegen den SV Senftenberg aufkommen.
Der Elsterwerdaer Justin Lorenz (re.) spielte im zweiten Derby-Durchgang gegen Jörg Bruhn (li.) stark auf und ließ keine Zweifel am Heimsieg seines ESV gegen den SV Senftenberg aufkommen. FOTO: Martin Exner
Elsterwerda. In der 2. Kegel-Bundesliga gewinnt der ESV Lok Elsterwerda gegen Senftenberg mit 7:1. Auch die ESV-Damen siegen.

  Mit einem deutlichen 7:1-Erfolg im Derby gegen den SV Senftenberg konnten sich Elsterwerdas Bundesligakegler am 16. Spieltag zurück auf Platz vier der Tabelle spielen und wahren sich damit die Chance, den Medaillenrang vom Vorjahr zu bestätigen. Für die Seestädter ist hingegen der Abstieg in die Verbandsliga nach der dreizehnten Saisonniederlage bittere Gewissheit. Für die zahlreichen Fans und Zuschauer war das Duell der beiden brandenburgischen Bundesligavertreter in jedem Fall ein tolles Spektakel und gleichzeitig Werbung für den Kegelsport in der Lausitz.

Die Gäste wollten den Aufwind aus den vorangegangenen Begegnungen mitnehmen und den ESV gleich vorn unter Druck setzen. So setzte Senftenberg den formstarken Jens Lehmann (562) und Ben Ungermann (552) gegen Uwe Scheibe (609) und Robert Groschopp (573). Elsterwerda war aber gleich hellwach und ging folgerichtig mit 2:0 in Führung.

Im zweiten Spieldrittel gab sich Lok-Spieler Justin Lorenz (580) spielfreudig und hatte mit Jörg Bruhn (552) nur wenig Schwierigkeiten. Dafür machte Alexander Kloß (563) zunächst mächtig Dampf für Senftenberg. Mit zunehmender Spieldauer verlor er jedoch die Souveränität und musste seinen Zähler noch an Stefan Kläber (591) abgeben, der damit zum 4:0 für den ESV verwandelte.

Die Hausherren ließen auch im letzten Abschnitt nicht nach. Doch dank einer herausragenden Schlussbahn bescherte Ingo Lieschke (603) den Ehrenpunkt für die Gäste, ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Sven Seiffert (598). Elsterwerdas Kapitän Benjamin Kube (607) ließ sich derweil nicht aus seinem Konzept bringen und sorgte gegen Alexander Schuppan (554) für den verdienten 7:1-Endstand.

Die ESV-Frauen aus Elsterwerda haben sich dank eines starken Schlussspurts gegen den KSV 51 Bennewitz mit 5:3 (3234:3141) durchgesetzt. Für die Elsterwerdaerinnen ging es beim vorletzten Saisonheimspiel um alles oder nichts. Ein Sieg gegen die feststehenden Absteiger vom KSV 51 Bennewitz war Pflicht.

Für die Elsterstädterinnen waren im Startdurchgang lange Zeit die ersten zwei Zähler zum Greifen nah. Vivian Dauer (543/ 1 MP) behielt mit 3:1 Satzpunkten ihren Mannschaftspunkt in Elsterwerda. Jana Müller (487) gestaltete ihr Spiel deutlich enger und hatte bei 2:2 Satzpunkten das Nachsehen.

Im Mitteldurchgang der Partie arbeitete sich Bennewitz nach und nach eine Führung heraus. Bei Veronique Lanzke (519) waren es kleine Nuancen, die ihr in den einzelnen Satzentscheiden nicht zum erhofften Erfolg verholfen haben. Deutlich offensiver spielte Silvia Harnisch (558). Sie überzeugte vor allem in ihrer zweiten Spielhälfte, in der sie einen Rückstand von zwei Satzpunkten zunächst aufholte, ihr allerdings dann das nötige Quäntchen Glück für einen Punktgewinn fehlte.

Einmal mehr war das überragende Schlussduo der Elsterstädterinnen gefragt. Aileen v. Reppert (573/1 MP) und Victoria Schneider (554/1 MP) machten keine halben Sachen und übten gegen Bennewitz von Beginn an Druck aus. Beide machten ihren Punktegewinn bereits nach drei Bahnen perfekt und fuhren auch die zwei zusätzlichen Mannschaftspunkte für das bessere Gesamtkegelergebnis sicher heim.

Am Ende sind die ESV-Mädels mit einem 5:3-Sieg erfolgreich aus der Partie hervorgegangen. Die Partie war bis zum Schlussdurchgang ziemlich eng, der Sieg der Elsterstädterinnen am Ende verdient. Somit festigt das Team um Silvia Harnisch seine Position in der Tabellenmitte und hat so eine komfortable Ausgangssituation für die letzten zwei Punktspiele.