ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:59 Uhr

Elsterwerda
Eisenbahner spielen das beste Sportjahr ihrer Vereinsgeschichte

Die erfolgreichen Kegler des ESV Lok (von links) Robert Groschopp (Landeseinzelmeister Senioren A), Trainerin Ivonne Mohr, Jasmin Mohr (Deutsche Einzelmeisterin U18), Trainer Jugend Peter Dietze, Veronique Lanzke (Vizeweltmeister U23), Trainer Frauen Roland Scheibe, Thea Opitz (Deutsche Mannschaftsmeisterin U14) bei Bürgermeisterin Anja Heinrich.
Die erfolgreichen Kegler des ESV Lok (von links) Robert Groschopp (Landeseinzelmeister Senioren A), Trainerin Ivonne Mohr, Jasmin Mohr (Deutsche Einzelmeisterin U18), Trainer Jugend Peter Dietze, Veronique Lanzke (Vizeweltmeister U23), Trainer Frauen Roland Scheibe, Thea Opitz (Deutsche Mannschaftsmeisterin U14) bei Bürgermeisterin Anja Heinrich. FOTO: Veit Rösler
Elsterwerda. Elsterwerdaer Kegel-Sportler haben einem bärenstarken Jahr 2017 jüngst noch mal eins drauf gesetzt. Dafür sind sie jetzt ins Rathaus eingeladen worden. Von Veit Rösler

Für Außenstehende vollkommen unklar, dass es so viele Titel überhaupt gibt, noch dazu in nur einem Verein. Selbst der Vereinsvorsitzende des ESV Lok Elsterwerda Joachim Richter hatte im letzten Jahr noch behauptet: „Das Ergebnis des Jahres 2017 ist nicht mehr zu toppen!“ Dennoch sind nun im Jahr 2018 noch ein paar Titel hinzu gekommen. Das war Grund für Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich, die erfolgreichsten Sportler der Elsterwerdaer Kegler und damit auch der Stadt Elsterwerda zu ihrem ersten Empfang als Bürgermeisterin in das Rathaus einzuladen und zu gratulieren.

„Es sollte kein lapidarer Brief sein, habt Ihr klasse gemacht. Ich wollte die Sportler selber treffen und mit ihnen über ihre Erfolge sprechen. Eine Stadt lebt ja auch vom Hobbysport, wobei Hobbysport in dem Fall ziemlich untertrieben ist“, so Anja Heinrich in Anbetracht einer ellenlangen Liste an Erfolgen der Kegler: Jasmin Mohr Landeseinzelmeisterin U18, Veronique Lanzke – Landeseinzelmeisterin U23, Hannes Meske – Landeseinzelmeister U23, Sven Seiffert – Landeseinzelmeister Herren, Robert Groschopp – Landeseinzelmeister Senioren A, Günther Horn – Landeseinzelmeister Senioren B, Thea Opitz – Deutsche Mannschaftsmeisterin U14, Jasmin Mohr – Deutsche Einzelmeisterin U18, noch dazu mit einem neuen deutschen Rekordergebnis, Veronique Lanzke – Vizeweltmeister U23 (Mannschaft) mit der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Cluj (Rumänien) am 16. Mai. Und auch das sind zwei super Ergebnisse im Teamsport: In der 2. Bundesliga haben die Frauen einen 2. Platz ergattert. Die Männer halten in der 2. Bundesliga mit der Mannschaft den Bronzerang. Mit dem Gesamtergebnis hat der Verein mit seinen insgesamt sechs Mannschaften (zwei Frauen, drei Männer, eine Jugend) und derzeit 91 Mitgliedern die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte absolviert.

Allein von den 14 zu vergebenen Landesmeistertiteln sind sechs nach Elsterwerda gegangen. Das sei seit der Wende ein Novum, so Joachim Richter.   „Kegeln ist derzeit DER Sport in Elsterwerda. Wir sind in der Stadt besser, als alle wissen. Tue Gutes und sprich darüber, das muss mal vermittelt werden. Wir leben schließlich auch davon, wie man über uns denkt“, meinte Anja Heinrich nach Bekanntwerden der Erfolgsgeschichte der Kegler. Und die könnte ja möglicherweise sogar noch länger werden, denn in fünf weiteren Altersklassen werden an diesem Wochenende und bis Ende Juni weitere deutsche Meisterschaften in Süddeutschland absolviert.

„Die Vereine, egal welche, übernehmen vor allem im Kinder- und Jugendsport eine wichtige sozialpolitische Aufgabe“, fügt Joachim Richter an. Natürlich wurden auch mit Peter Dietze für den Jugendbereich und Roland Scheibe als Ausbilder für die Frauenmannschaft zwei Trainer ausgezeichnet. Der Vereinsvorsitzende Joachim Richter selber will demnächst bei der Deutschen Meisterschaft mit seiner Mannschaft den Vizemeistertitel vom Vorjahr verteidigen. „Wir wollen dem Sport zukünftig noch mehr ein Gesicht geben“, meinte Bürgermeisterin Anja Heinrich mit Blick in die Zukunft. Im Jahr 2019 sei zum Beispiel ein großes Sportfest mit allen Vereinen in der Innenstadt in der Planung. Noch vor der Sommerpause soll es dazu im Rathaus einen Runden Tisch geben. Auch die Kleine Friedensfahrt soll weiterhin veranstaltet werden, ebenso die Sportlerehrung. „Ehre, wem Ehre gebührt“, so Anja Heinrich.