| 15:27 Uhr

Ein neues Schmuckstück
Die ersten Nutzer ziehen in die neue Hirschfelder Turnhalle ein

Mit einem bunten sportlichen Programm der Grundschüler aus Hirschfeld wurde die sanierte Turnhalle eingeweiht.
Mit einem bunten sportlichen Programm der Grundschüler aus Hirschfeld wurde die sanierte Turnhalle eingeweiht. FOTO: Mirko Sattler
Hirschfeld. Nach zehnmonatiger Bauzeit wurde am Donnerstagnachmittag im Rahmen des Tages der offenen Tür die komplett sanierte Turnhalle auf dem Schulgelände der Hirschfelder Grundschule an die ersten Nutzer übergeben. Von Mirko Sattler

„Da die Fördermaßnahme bis zum 31. Januar 2018 verlängert wurde, kann sie auch erst im nächsten Jahr offiziell eingeweiht werden. Die Schule konnten wir aber nicht länger warten lassen, so dass sie als erste Nutzer heute den Schlüssel für die neue Halle bekommen. Da noch einige Sportgeräte fehlen, werden die Vereine nun nach und nach in die Halle einziehen “, erklärte Alf Richter, Vorsitzender des SV Hirschfeld.

Der Sportverein ist Pächter der gemeindeeigenen Halle. Hell, freundlich, mit neuem Anstrich, neuen Fenstern und mit einer guten Akustik präsentiert sie sich den Besuchern. 200 davon können in der Halle die verschiedensten Wettbewerbe im Handball, Fußball, Tennis, Basket- oder Volleyball mit verfolgen. Kraftaufnehmende Prallwände aus Birkenholz mit Rolltoren, hinter denen die Sportgeräte Platz finden, zeugen von einer modernen Trainings- und Wettkampfstätte. Die Beschallungsanlage besteht aus vier Lautsprechern an den Stirnwänden mit einem Schalldruckpegel von 96 Dezibel. Beheizt wird die Halle mit einer in der Decke verbauten Strahlheizung mit einer Leistung von 35 Kilowatt.

Der sanierte Sozialtrakt besteht aus zwei Umkleidekabinen für jeweils 24 Schüler, zwei Duschräumen, einem Lehrer- bzw. Schiedsrichter-Umkleideraum mit Dusche, einem Behindertem-WC, einem Gäste-WC, einem Regieraum, einem Inklusionsraum, zwei Sportgeräteräumen sowie dem Technikraum. Ein modernes Schließsystem für kontaktloses Schließen wurde ebenfalls in die neue Halle integriert, wie auch eine energieeffiziente Beleuchtungsanlage mit Bewegungsmeldern.

Insgesamt wurden 670 000 Euro in die Sanierung gesteckt, wovon 505 000 Euro deutsche Steuergelder sind, die über den Umweg Brüssel und das Leader-Programm nach Hirschfeld gelangten. 460 000 Euro verschlang der Hochbau, die Haustechnik 170 000 Euro  und die Außenanlagen 40 000 Euro. Der Sportverein Hirschfeld als Pächter der Halle musste 165 000 Euro für dieses Projekt aufbringen.

Nicht nur den Hirschfelder Schülern gefällt die neue Halle. „Ich bin sehr überrascht, wie vielfältig die Halle nun nutzbar ist. Meine Kinder sind noch in den alten Turnsaal gegangen und nun kann mein jüngster Sohn hier in der neuen Halle Tischtennis spielen“, freute sich eine Hirschfelderin. „Die Halle ist sehr schön geworden. Die Bedingungen sind nicht nur für die Schule sehr gut, sondern auch für die Vereine, die diese Halle nutzen werden“, meinte Karin Linge. Die 64-Jährige freut sich auf das erste Treffen nach der Sanierung mit ihrer Gymnastikgruppe in der neuen Halle.
Neben der Besichtigung der neuen Übungsstätte konnten die Besucher auch die Schule unter die Lupe nehmen. Derzeit lernen 121 Schüler einzügig von der ersten bis zur sechsten Klasse in der Bildungseinrichtung. Mit Schuljahr 2018/19 sollen rund 21 Abc-Schützen aufgenommen werden. Für sie könnte es dann nur noch eine Grundschule im Schradenland (ausgenommen die evangelische Grundschule in Großthiemig) geben. Seit gut zweieinhalb Jahren gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich mit den zurückgehenden Schülerzahlen befasst. Nach Aussage von Petra Plotzke, Schulleiterin in Hirschfeld, ist man sich mit der Grundschule in Gröden einig, nur noch eine Grundschule mit zwei Standorten zu bilden. Das letzte Wort hat aber der Schulträger.