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| 16:12 Uhr

Handball
Derbe Niederlage für Bad Liebenwerda

Bei der HSG Teltow-Ruhlsdorf kassierten die Handballer des HC Bad Liebenwerda eine empfindliche Niederlage.
Bei der HSG Teltow-Ruhlsdorf kassierten die Handballer des HC Bad Liebenwerda eine empfindliche Niederlage. FOTO: Sven Hamann
Handball-Brandenburgliga. Stark ersatzgeschwächt verlieren die Handballer in der Brandenburgliga bei Teltow/Ruhlsdorf. Pech für Massen-Damen.

HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf - HC Bad Liebenwerda 37:23 (22:11).

Stark ersatzgeschwächt machten sich zehn verbliebene Bad Liebenwerdaer auf den Weg zum haushohen Favoriten, der HSG Teltow/Ruhlsdorf. Man nahm sich vor, über eine couragierte Leistung den Kampf gegen die körperlich wie spielerisch überlegenen Hausherren anzunehmen und die Begegnung so möglichst lang offen zu halten.

Die Maßgabe konnte jedoch keineswegs umgesetzt werden. Während im Angriff sämtliche Würfe den Torhüter der HSG oder auf Aluminium trafen, wurde die Abwehr der Kurstädter von den spielstarken Gegnern förmlich überrannt. Als der Pfiff zur frühen Auszeit ertönte, hingen die Köpfe der Gäste ob des Spielstandes von 7:1 bereits merklich nach unten. Die umgestellte Abwehr auf eine personenbezogene Manndeckung gegen zwei Rückraumspieler der Hausherren hatte zumindest den Effekt, dass die Teltower Angriffe länger ausgespielt werden mussten, ehe der Torerfolg erzielt werden konnte.

In der eigenen Offensive wurde hingegen weiterhin fahrlässig mit den Einwurfmöglichkeiten umgegangen. Folgerichtig stand es beim Ertönen des Pausenpfiffs 22:11 und die Kurstädter machten sich demoralisiert auf den Weg in die Kabine.

Die Ansprache des Trainergespanns Thomas Große und Frank Holling fiel äußerst kritisch aus. Mangelnde Körpersprache, die passive Abwehr, das Auslassen von Großchancen und das langsame Umkehrspiel waren nur die größten Baustellen in der schwachen ersten Halbzeit des HC’s. Ein Appell an den Kampfgeist der Spieler sollte wenigstens ein Vorführen durch die HSG verhindern.

Die Gäste konnten etwas gefestigter in die zweite Spielhälfte starten. Größtes Manko blieb weiterhin die schwache Torausbeute, wobei die HSG durch munteres Durchwechseln und verspielte Offensivhandlungen nicht für einen Ausbau ihrer Führung sorgte. Das Spiel lief so ohne große Höhepunkte dem Ende entgegen. Teltow verwaltete seinen Vorsprung klug und der HC fand sich mit der Rolle als Verlierer der Partie ab.

Die erste Niederlage der laufenden Saison kam für Bad Liebenwerda wenig überraschend, jedoch war sie in der Höhe doch etwas schwer zu ertragen. In zwei Wochen folgt das Aufeinandertreffen mit dem SV Jahn Bad Freienwalde in heimischer Halle. Hier möchte der HC wieder ein besseres Bild von sich präsentieren und so hoffentlich die Punkte in der Kurstadt behalten.

Bad Liebenwerda mit: Oliver Böhme (Tor), Philipp Rieger (Tor), Fabian Weigl (1), Richard Kasprzak (8), Daniel Brochwitz (2), Patrick Zieris, Jonas Schenk (6), Michael Dielefeld, Tim Preibisch (1), Marius Noch (5), Patrick Zieris

SV 63 Brandenburg-West – TSG Lübbenau 30:25 (14:14) Auch ohne ihre Leistungsträger Dustin Trenkmann und Thomas Werban überraschten die Spreewälder den Gastgeber und Meisterschaftsfavoriten mit einer starken Leistung. Denn nicht die Hausherren bestimmten mit Spielbeginn den Spielverlauf, sondern die Gäste waren es, die mit druckvollen und ideenreichen Angriffsaktionen den Favoriten in Verlegenheit brachten. In einer körperlich harten Auseinandersetzung führte Nicola Kuhlmey Regie und war selbst ein erfolgreicher Torschütze. Henrik Wahnschaffe traf zum 0:1 und Stefan Richter erhöhte zum 5:7 und 7:10. Eine Manndeckung gegen die TSG-Schützen Nicola Kuhlmey und Christoph Wilde zeigte Wirkung. Die Gastgeber konnten zum 10:10 ausgleichen und setzten die Führungstreffer zum 13:11. Ein beweglicher Deckungsblock stoppte die Angriffsaktionen der Hausherren und ermöglichte das Konterspiel. Doch klare Torchancen wurden liegengelassen. Ein 14:13 konnte durch Justin Suhl zum 14:14-Halbzeitstand ausgeglichen werden.

Auch im zweiten Spielabschnitt war es ein offener Spielverlauf und eine harte körperliche Auseinandersetzung mit vielen Strafzeiten. Das TSG-Team mit drei Feldspielern auf dem Parkett. Dennoch, bis zum Spielstand von 19:18 ein spannender Spielverlauf der Rivalen. Die Gastgeber mit der stärkeren Auswechselbank erhöhten das Tempo und übernahmen das Spielgeschehen. Ihre treffsicheren Schützen Philip Kryszon und Steven Nhantumbo trafen zum 25:19 und beim Spielstand von 29:23 war in der 55. Minute die Vorentscheidung gefallen. Die Gäste mit einer willenstarken Teamleistung, kämpften bis zum Schlusspfiff um ein bestmöglichtes Ergebnis. Und so war diese Auswärtsniederlage keine Enttäuschung für das Trainerduo Marco Siebert und Rene Sewald, sondern die bisher beste Saisonleistung.

Fazit: Ein hoch motiviertes TSG-Team, in dem gewachsener Teamgeist, Disziplin und Willensstärke aller Akteure ausschlaggebend für die bisher beste Saisonleistung gegen den Absteiger aus der Oberliga und selbsternannten Sofortaufsteiger waren.

Lübbenau mit: Kuhlmey, Nicola (6), Suhl, Justin (6), Richter, Stefan (5), Wahnschaffe, Henrik (3), König, Marius (1), Moczko, Julian; Domann,Joey; Kasper, Lars; Wilde, Christoph (3) Jauer, Vincent; Pipiale, Oliver (1)

LHC Cottbus - TSV Germania Massen 28:27 (15:9).

Die Frauen, zu Gast beim LHC Cottbus, verloren als einzige Massener Mannschaft an diesem Wochenende ihr Punktspiel.
Bis zum 7:7 war es eine Partie auf Augenhöhe, wie man es auch schon in den Begegnungen der letzten Saison gesehen hatte. In dieser Phase war es meist Maria Starý, die erfolgreich für ihre Mannschaft „einnetzte“. Gut von ihren Mitspielern eingesetzt und vom Siebenmeterpunkt traf sie bis dahin allein schon sechsmal. Nach zwei völlig unnötigen Ballverlusten und weiteren torlosen Angriffen auf Massener Seite setzte sich der LHC ab und erspielte sich ein zwischenzeitliches 6-Tore-Polster zum 13:7. Bis zur Halbzeit hatte dieser Vorsprung Bestand. Beim 15:9 wurden die Seiten gewechselt.

Klare Worte in der Kabine durch die Trainer sollten die TSV-Spielerinnen nun wieder auf den richtigen Weg bringen. Mit schnellen, sicheren Angriffen starteten sie nun eine Aufholjagd. Der sicher geglaubte Vorsprung seitens der Gastgeber schmolz dahin. Durch Anne Fröschke gelang in der 45. Spielminute der Anschlusstreffer zum 20:19. Nun war es wieder das erwartete spannende Duell. Bis zum Schluss schenkten sich beide Seiten nichts. Dieses Mal mit dem glücklicheren Ausgang für den LHC.

Germania Massen mit: Vivien Beyer, Mareike Gütte (beide Tor), Betty Walter, Anne Fröschke (5), Maria Starý (10), Nancy Burghardt (4), Lisa Walter, Carolin Käbermann (3), Romy Freigang (1), Nancy Preuß (2), Frances Kaulbarsch (2)