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| 14:53 Uhr

Handball
Aufholjagd der Spreewälder kam zu spät

Handball-Brandenburgliga. Lübbenauer Handballer verlieren in der Brandenburgliga in Cottbus. Auch Bad Liebenwerda geht leer aus.

SV Jahn Bad Freienwalde – HC Bad Liebenwerda 31:26 (14:13) Den Torreigen eröffneten die Liebenwerdaer. Es waren jedoch die Gastgeber, welche besser in die Begegnung starteten. Es gelang ihnen, auf Grund eines viel zu schwachen Angriffsspiels auf Seiten des HCL, sich frühzeitig eine 5-Tore-Führung herauszuspielen. An diesem Spieltag konnten sich die Liebenwerdaer jedoch auch in schweren Spielphasen auf ihren Schlussmann Oliver Böhme verlassen. Dieser wurde im Verlauf der Begegnung immer stärker und konnte sein Team im Spiel halten. Im Verlaufe der ersten Halbzeit gelang es dem nun auch etwas besser agierenden Angriff, zu Torerfolgen zu kommen. Mit vereinten Kräften war es möglich, bis zur Halbzeitpause bis auf einen Treffer aufzuschließen. Bei einem Stand von 14:13 gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

In den ersten zehn Spielminuten der zweiten Halbzeit waren beide Teams gleichauf und die Partie war stets offen. Die „Luft“ reichte jedoch an diesem Tag nicht aus. Der Gastgeber wirkte über die Spieldauer frischer und konzentrierter. Binnen von wenigen Minuten dominierte dieser ab der 40. Spielminute das Geschehen. Die Spieler aus Bad Freienwalde nutzten die sich ihnen bietenden Chancen sehr konsequent aus und konnten somit wieder in Führung gehen. Dem gegenüber zeigten sich in der Torausbeute der Liebenwerdaer Schwachstellen.

Bad Liebenwerda mit: Tor: Oliver Böhme, Philipp Rieger, Feld: Daniel Brochwitz (3), Marvin Nürbchen (1) Patrick Zieris (1), Paul Götze (4), Marius Noch (2), Jonas Schenk (4), Lucas Trabandt (1), Niclas Rieger, Franz Henkelmann (2), Richard Kasprzak (8)

HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf – HC Spreewald 24:30 (15:14) Den Auftakt zur drei Spiele umfassenden Auswärtstour in Stahnsdorf, Bad Liebenwerda und Trebbin hat der HC Spreewald erfolgreich gemeistert. Im Vergleich zu den bisherigen Auftritten im Kalenderjahr 2019 zeigten die Schützlinge von Trainer Mirko Wolschke eine geschlossene Mannschaftsleistung, zumeist Geduld beim Herausspielen von Torchancen und sichere -abschlüsse. Dies darüberhinaus zum richtigen Zeitpunkt, denn mit der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf traf die Gurkentruppe auf den derzeitigen Tabellenzweiten der Brandenburgliga. Durch den letztlich souveränen 24:30-Auswärtserfolg ziehen die Spreewälder punktetechnisch mit den Rand-Potsdamern gleich und haben nun wieder berechtigte Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft – zumal der direkte Vergleich nach dem unglücklichen 25:25-Unentschieden im Hinspiel nun beim HCS liegt.

Aufgrund des Prestiges dieses Duells starteten beide Mannschaften – zum Teil gebeutelt durch Krankheit und Verletzung einiger Akteure – mit der zur Verfügung stehenden Bestbesetzung. Die HSG wurde dabei vor allem durch den 1:1-starken Sascha Klimczak angetrieben, der seine Nebenmänner zu Spielbeginn gut in Szene setzte. In der Folge wurde auch im Positionsangriff der besserplatzierte Nebenmann gefunden, so dass Christian Krause, Danilo Wendt und Chris Guhrenz (jeweils 2 Tore) beim 8:11 erstmals eine deutlichere Führung herauswarfen. In der zweiten Halbzeit rührte der Mittelblock Handke/Grötschel nun Beton an. Zudem zeigte Daniel Wegner im HC-Tor eine beeindruckende Performance und auch das Spreewälder Angriffsspiel zeichnete sich durch Struktur und Abschlussstärke von allen Positionen aus. Allen voran Kapitän Nils Werner übernahm in entscheidenden Situationen Verantwortung. So setzte sich die Gurkentruppe auf 16:19 (38.) ab. Die HSG verkürzte nachfolgend zwar immer wieder auf ein Tor, konnte jedoch nach dem 21:22 (48.) nicht mehr zusetzen. Den Schlusspunkt zum 24:30 setzten mit viel Durchsetzungsvermögen Pascal Freund und Erik Handke.

Damit ist das Rennen um die Vizemeisterschaften eröffnet. Die Verfolger aus dem Tabellenmittelfeld werden allerdings mit großer Sicherheit nicht mehr in den Kampf um die Podestplätze eingreifen können.
HC Spreewald mit: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Danilo Wendt (5), Jörn Grötschel, Tobias Lubig (1), Erik Handke (4), Chris Guhrenz (3), Christian Krause (4), Jens Kranick (1/1), Pascal Freund (4) und Nils Werner (8/3).

LHC Cottbus II – TSG Lübbenau

30:28 (14:10) Ein Auswärtserfolg gegen den abstiegsgefährdeten Gastgeber war nach dem ungefährdeten Hinspielerfolg eine gerechtfertigte Zielstellung der Spreewälder. Auch wenn sie auf ein schweres Meisterschaftsspiel vorbereitet waren, mussten sie erkennen, dass Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen, über sich hinaus wachsen. Ein 1:2 war dann auch der einzige Führungstreffer der Gäste. Im Angriff fehlte der tempo-orientierte Spielaufbau. Fehlpässe ermöglichten dem Gastgeber die Führungstreffer zum 5:2. Auch nach den Ausgleichstreffern zum 5:5 zeigten die Spreewälder wenig Spielfreude und Motivation, um ihr Leistungspotenzial auf dem Parkett umzusetzen. In der Deckung fehlte die Zuordnung und die Orientierung zur Ballseite. Ihr körperloses Spiel machte es dem Gegner leicht, die Führung bis zur Pause auf 14:10 auszubauen. Auch im zweiten Spielabschnitt kein konzentrierter Spielaufbau der Spreewälder. Es fehlte die Durchsetzung taktischer Vorgaben. So kontrollierte eine aufmerksame LHC-Defensive die drucklosen Angriffsaktionen der Spreewälder. Die Gastgeber bestimmten das Spielgeschehen und erhöhten den Spielstand auf 21:16. Das TSG-Team war gefordert. Nicola Kuhlmey dirigierte den Spielaufbau und war selbst ein erfolgreicher Schütze. Mit drei Toren in Folge wurde der Spielstand auf 21:19 verkürzt. Und mit dem Treffer zum 22:21 durch Stefan Richter war es bis zum 25:24 der erwartet spannende Spielverlauf, in dem sich beide Rivalen einen Kampf auf Augenhöhe lieferten. Zeitstrafen gegen die Gäste waren ausschlaggebend für den folgenden Spielverlauf. Der LHC nutzte sein Überzahlspiel. Mit dem Treffer zum 30:28 sicherte sich der Gastgeber zwei wichtige Punkte im Kampf gegen die Abstiegsplätze.

TSG Lübbenau mit: Kuhlmey, Nicola 11; Werban, Thomas 2; Suhl, Justin 2; Trenkmann, Dustin 2; Richter, Stefan 2; Wahnschaffe, Henrik 5; König, Marius 3; Kasper, Lars 1; Moczko, Julian, Domann, Joey, Pipiale, Oliver, Verhoeven, Florian