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| 13:09 Uhr

Fahrbahnreparaturen in Elbe-Elster
Splitt im Überfluss auf den behandelten Straßen

Unmengen Splitt sind an den Straßenrand geschleudert worden, wie hier in Bad Liebenwerda.
Unmengen Splitt sind an den Straßenrand geschleudert worden, wie hier in Bad Liebenwerda. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Nicht nur in Bad Liebenwerda wurde von dem groben Material viel in den Asphalt eingearbeitet. Es landete aber auch jede Menge am Straßenrand und in den Regeneinläufen.

Heiße Tage sind nicht nur zum Baden im Freien da, es ist auch die Gelegenheit, um den weichen Asphalt auf unseren Straßen zu bearbeiten. Mit reichlich Splitt, wie zum Beispiel in Bad Liebenwerda auf nicht mehr ganz frischen Bundesstraßen. Die kleinen Steine klappern bedrohlich in den Radkästen und werden auch von zu schnellen Vorausfahrenden auf den Lack der Dahinterfahrenden geschleudert. Tempo 30 oder 40 ist lästig, macht aber in diesem Fall Sinn.

Die Mengen an Splitt, die alljährlich auf viele Asphaltstraßen gestreut werden, haben es in sich. Vor allem die Bad Liebenwerdaer stöhnen darüber und baten die Heimatzeitung, mal genauer hinzuschauen. Die RUNDSCHAU hat sich die Mühe gemacht und das zusammengekehrt, was nicht von den Fahrzeugreifen in die Fahrbahn „eingearbeitet“ worden, sondern im Gerinne gelandet ist. Auf einen Quadratmeter kamen stattliche 5,9 Kilogramm zusammen (siehe Foto). So manches Kilogramm von dem sehr groben Splitt landet auch in den Straßeneinläufen und behindert den Regenwasserabfluss.

Ausgestreut werde der Splitt nach Vorschrift, sagt Andrea Arndt, Leiterin der Straßenmeisterei Elsterwerda des Landesbetriebes Straßenwesen, Die beauftragte Firma werde nicht nach Splittmenge bezahlt, wie man angesichts der Massen vermuten kann, sondern nach der Bitumenmenge. Splitt und Bitumen werden zur besseren Haftung als Gemisch aufgetragen.

Anders, als manch einer in Sachsen gesehen hat, ist der Splitt hier sehr grob. „Mit dieser Körnung haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Fahrbahnoberfläche erhält dadurch eine längere Standfestigkeit“, so Andrea Arndt weiter. Diese Art der Straßenunterhaltung sei notwendig, um die Risse im Asphalt zu verschließen. Dadurch sei man schon jetzt gut auf den nächsten Winter vorbereitet. Keine Risse, keine auffrierende Fahrbahn bei Frost.

Die Splitt-Bitumen-Mischung wurde unter anderem auch auf der Landesstraße Burxdorf - Saxdorf - Koßdorf ausgebracht, in Wainsdorf, und Prösen. Inzwischen sei das Einfahren des Materials für diese Straßenmeisterei beendet. Es wird maschinell zusammengekehrt.

Während der Fahrbahn geholfen werden konnte, sind die Straßeneinläufe gut gefüllt. Dass dort Splitt hineinfällt, kann nicht verhindert werden. Wenn die Fangkörbe voll sind, so Maik Hauptvogel, Vorsteher des Wasser- und Abwasserverbandes (WAV) Elsterwerda, gelangen die feinen und groben Feststoffe als „tödliche Mischung“ in die Rohre. Der vor allem bei Starkregen notwendige rasche Abfluss sei gestört. Die Fangkörbe werden im Auftrag der Verbandsgemeinden einmal im Jahr gereinigt. Dies geschah zuletzt vor dem Winter und sei auch eine Kostenfrage. Wenn Wasser schlecht abfließt, werde außer der Reihe gehandelt, versichert er.

(mf)