Damit herrscht auf der Strecke Lauchhammer/Grünewalde – Elsterwerda wieder freie Fahrt. Die viele Kilometer lange Umleitung ist dann Geschichte.

Während der Bauabnahme durch den Landesbetrieb Straßenwesen hat es nach Aussage von Eurovia-Bauleiter Wojciech Mazur lediglich Kleinigkeiten gegeben, die schnell zu beheben gewesen waren. Ansonsten herrsche große Zufriedenheit ob des reibungsarmen Bauablaufes. So waren zahlreiche Grundstückszufahrten aufwendig angepasst worden und mussten Einfriedungen wieder hergestellt werden. Die letzte Maßnahme nach der Freigabe werde das Wiederherstellen des ursprünglichen Zustandes der innerörtlichen, mehr als einen Kilometer langen Umfahrungsstrecke sein.

Eines von 70 Projekten landesweit

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider sagt vor der Verkehrsfreigabe am Montag: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Ortsdurchfahrt schneller zu bauen als geplant. Damit enden die Verkehrseinschränkungen früher. Die neue Ortsdurchfahrt in Staupitz ist eines von 70 Projekten unseres 100-Millionen-Euro-Programms zur Sanierung von Ortsdurchfahrten auf Landesstraßen. Damit fördern wir den kommunalen Straßenbau. Der Landesbetrieb Straßenwesen arbeitet eng mit den Kommunen zusammen, sodass der Ausbau der Straßen zusammen mit kommunalen Vorhaben, wie der Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen und der übrigen Versorgungsleitungen wie Strom, Telekommunikation und Breitband, sowie der Anlage von Geh- und Radwegen und der Straßenbeleuchtung, erfolgt. Das bedeutet nach Fertigstellung nicht nur mehr Verkehrssicherheit, sondern auch eine höhere Lebensqualität für die Menschen.“

Mehrere Partner am Baugeschehen beteiligt

Die Gesamtkosten für die Ortsdurchfahrt Staupitz betrugen etwa 2,6 Millionen Euro. Das Land trägt hiervon 1,8 Millionen Euro, das Amt Plessa 532 000 Euro und der Wasserverband Lausitz 430 000 Euro. Die Gesamtlänge der Baustrecke beträgt 1,2 Kilometer; die Fahrbahn ist 6,50 Meter, der Gehweg zwei Meter breit. Neben der Erneuerung der Fahrbahn und der Herstellung des Gehweges wurden neue Bushaltestellen gebaut. Die Regenentwässerung, die Straßenbeleuchtung und die Trinkwasser-Versorgungsleitungen wurden erneuert. Es erfolgte die Verlegung der Energieleitungen und die Neuverlegung eines Breitbandkabels. Der erste Bauabschnitt ist damit fertig gestellt.

Wann wird in Staupitz weitergebaut?

Weiter heißt es aus dem Ministerium: Der zweite Bauabschnitt zur Sanierung der Ortsdurchfahrt befindet sich in der Entwurfsplanung. Bevor die Straßensanierung fortgesetzt wird, lässt die Gemeinde ein Haus abreißen. Ein Teil des Grundstückes wird in die Neugestaltung eines Kreuzungsbereichs einbezogen. Der Termin für den Weiterbau stehe noch nicht fest.