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| 11:23 Uhr

Spannung pur auf der Schwarzen Elster
Spektakuläre Show auf dem Wasser

Profis am Paddel: Das Team aus Plessa hat sich beim 24. Schlauchbootrennen im Finale gegen Hohenleipisch erneut die Krone aufgesetzt.
Profis am Paddel: Das Team aus Plessa hat sich beim 24. Schlauchbootrennen im Finale gegen Hohenleipisch erneut die Krone aufgesetzt. FOTO: Veit Rösler
Bad Liebenwerda. Aus dem 24. Schlauchbootrennen auf der Schwarzen Elster könnte man zweifellos einen Actionthriller machen. Von Veit Rösler

Spektakuläre Szenen, zusammengestoßene Wasserfahrzeuge, ins Wasser gefallene Mädchen, damit nervenzerreißende Anblicke, mit Paddel ausgetragene Duelle und somit Spannung pur – das alles gab es am Wochenende beim 24. Schlauchbootrennen auf, in und unterhalb der Wasserlinie der Schwarzen Elster in Bad Liebenwerda.

Und noch sehr viel mehr! Bei gleich mehreren Damenteams fiel die Navigation aus, so dass zeitweise die gegnerische Rennstrecke mit benutzt werden musste. Dabei stießen Boote zusammen und Paddel verhakten sich. Mann (Frau) über Bord! Mehrere Schiffsbesatzungen verloren Teile ihrer Mannschaft, so dass die Seeleute gegen die Strömung in Neptuns Reich auf Grund bis zur Ziellinie laufen mussten.

24. Schlauchbootrennen auf der Schwarzen Elster FOTO: Veit Rösler

Das mittlerweile traditionelle Schlauchbootrennen in Bad Liebenwerda ist längst zu einem beliebten Volksfest geworden. Abseits der Rennstrecke gab es den ganzen Renn-Tag über in gemütlicher Biergartenatmosphäre gleich mehrere Platzkonzerte mit den Elstertaler Blasmusikanten und den japanischen Natsumi-Taiko-Trommlern. Letztere waren zuvor in voller Konzertstärke auf dem Heimatfluss zu einem Sonderrennen gegen den Pflegedienst angetreten.

Bei den Damenteams jubelten die Frauen aus Elsterwerda über Platz eins.
Bei den Damenteams jubelten die Frauen aus Elsterwerda über Platz eins. FOTO: Veit Rösler

Neben den beiden beigemischten Teams haben in diesem Jahr insgesamt 19 Männermannschaften und fünf Damenteams den Grund der Schwarzen Elster gründlich aufgewühlt. Der Wasserspiegel stand übrigens etwas höher als im letzten Jahr. Wegen einer Frau ist diesmal die komplette Männermannschaft aus Stolzenhain und damit ein Favorit ausgefallen. Der Grund: Die Feuerwehrleute waren allesamt zur Hochzeit einer Kameradin eingeladen. Die Damen aus Lausitz sind mit einem Schlachtruf angetreten: „Hinfallen – Aufstehen – Krone richten – weiter paddeln“. Von „Ins Wasser fallen, auftauchen, Krone suchen ... “, stand da allerdings nix. Ausgerechnet die kleinste Prinzessin Selina Lokau hat beim Abtauchen in das Reich der Nixen nicht nur ihre Krone, sondern auch noch ihre Brille verloren. Die Krone soll wieder aufgetaucht sein. Die Brille allerdings bleibt verschollen. Ein Hinweis an Angler und Taucher also: Den Fund einer Brille im Fluss an die Feuerwehr Lausitz melden! Möglichst nicht über die Leitstelle!

Einen schweren Stand im (See-) Fahrerlager haben immer wieder ausgerechnet die weitesten Anreisen. Die Hohenleipischer Partnerwehr Neudorf Platendorf und die mit Bad Liebenwerda befreundeten Kameraden aus Lübbecke kämpfen seit Jahren immer wieder mal um die Rote Laterne. „Wir haben die Rote Laterne schon geschafft. Wir haben eben keine Möglichkeit, zu trainieren. Nur flache Gewässer ohne Strömung“, kommentiert Hauptfeuerwehrmann Jens Putzlocher aus Neudorf Platendorf die Leistung seines Teams. Eine andere Ausrede hat Lübbecke parat: „Wir haben die Rote Laterne auch schon mitgenommen. Die ist aber in diesem Jahr schon vergeben. Wir haben zwar Boote, die haben aber allesamt einen 150-PS-Außenbordmotor. Da wäre es peinlich, zusätzlich mit Paddeln zu hantieren“, meint Brandoberinspektor Arne Rautenberg aus Lübbecke.

„Wir wollen auch eine Rote Laterne haben“, hieß es in den vergangenen Jahren immer bei den Mädchen-Teams. So gab es in diesem Jahr sowohl für Männer als auch Frauen jeweils einen solchen Wanderpokal. Die Rote Laterne für die langsamste Fahrt ging an die Männer aus Lausitz. Diese hatten den Wanderpokal übrigens schon mitgebracht! Bei den Frauen holten den neu geschaffenen Pokal die Frauen aus Stechau, die wie ihre männlichen Kameraden erstmals am Schlauchbootrennen teilnahmen, was ja allein schon eine gute Ausrede ist.

Doch die Stechauer Frauen haben nachgelegt! Sie gewannen nicht nur einen Wonnemar-Gutschein für das Wassertraining, sondern auch als Früchtchen in der Kostümwertung einen Gutschein für eine Trainingsfahrt im Wildwasser-Rafting. So könnte sich der rote Wanderpokal im nächsten Jahr in einen goldenen verwandeln!

Das glänzende Edelmetall  holten bei den Damenteams im Finale auf Platz eins die Mädchen aus Elsterwerda vor Kröbeln und bei den Herren wieder Plessa vor Hohenleipisch. Für den besten Sprint bekam das Damenteam aus Lausitz für die Zeit von 01:36,6 Minuten vom Wochenkurier Sekt für das komplette Team. Bei den Herren räumten die Hohenleipischer mit einer Zeit von 01:07,1 Minuten das von der RUNDSCHAU gestiftete Bierfass ab.