ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:04 Uhr

Sommerschluss-Verkauf mit Licht und Schatten

Region.. Es ist wieder soweit. Seit gestern ist die Schnäppchenjagd eröffnet. Der voraussichtlich letzte Sommerschlussverkauf, bevor nach Plänen der Bundesregierung nach dem Winterschlussverkauf auch dieser abgeschafft werden soll, hat begonnen. Die RUNDSCHAU hörte sich in den verschiedensten Geschäften um und wollte wissen, wie die Händler den ersten Tag des Sommerschlussverkaufs erlebten. Von Bettina Broneske

Die Sommerwaren liegen noch in den Geschäftsregalen, und in den Lagerräumen stapeln sich die Kisten und Kartons mit der neuesten Winterkollektion. Obwohl auch unsere Einzelhändler Preisnachlässe gewähren, können die großen Handels-Ketten mit drastischen Preisnachlässen von bis zu 80 Prozent die Kundschaft anlocken.
Über mangelnde Kundschaft konnten sich die Verkäuferinnen des Mühlberger NKD gestern nicht beklagen. Seit 8 Uhr standen hier die Ladentüren offen und von Anfang an herrschte ein reger Kundenansturm. Verkäuferin Birgit Bauer meinte „Bei uns ist der Sommerschlussverkauf ganz gut angelaufen. Wir haben zwar schon vorher reduziert, denn bei uns gibt es ja sowieso das ganze Jahr über Rabatte. Doch jetzt haben wir noch einmal die Preise gesenkt.“
Anders war der erste Tag bei M &M-Moden in Bad Liebenwerda. „Bei uns ist noch nicht viel los. Erfahrungsgemäß wissen wir aber, dass am ersten Tag noch nicht viel Kundenbetrieb ist. Die meisten Kunden kommen erst später ins Fachgeschäft, erst gehen sie in die großen Märkte. Wir Einzelhändler können nicht so große Rabatte geben“ , gab die Inhaberin des Geschäftes, Monika Hollmig, Auskunft. Ähnlich auch die Situation im Modegeschäft Harig. „Die Kunden nutzen erfahrungsgemäß meist an den Markttagen den Sommerschlussverkauf. Die großen Kaufhäuser reduzieren ja schon vorher und die Preise sinken dort jetzt noch einmal, also wird sich der große Ansturm auch erst dahin bewegen. Durch die heißen Sommertage ist bei uns aber schon sehr viel Sommerware rausgegangen, so dass nur noch ein paar Reste bei uns lagern.“
Zufrieden über den ersten Tag des SSV zeigte sich Verkäuferin Silvia See vom Sport- und Freizeitcenter Grießl in Elsterwerda. „Früh war zwar noch nicht viel los, aber noch vor Mittag kam der Schwung. Sportschuhe, T-Shirts und andere Markenwaren sind schon gut gegangen, bis jetzt hatten wir rege Kundschaft“ so Verkäuferin Silvia See. Lange Schlangen an den Kassen und dichtes Gedrängel an den Warenständern, ein Bild wie es sich wohl alle Händler wünschen, zeigte sich im AWG-Modecenter in Elsterwerda. Renate Tuchtenhagen, Filialleiterin des AWG, und ihre Kolleginnen hatten alle Hände voll zu tun. Hier wurde extra eine zweite Handkasse eröffnet, um dem Kundenstrom Herr zu werden. Seit Geschäfteröffnung herrschte hier eine wahre Kundeninvasion.
Einen größeren Ansturm von Kunden hätte sich der Filialleiter des Reno-Schuhcenter gewünscht. Rüdiger Paulick schätze ein: „Wir waren schon mal besser im Auftakt des Schlussverkaufs. Obwohl wir ganz ordentliche Preissenkungen haben, sind die Leute eher verhalten im Kauf.“ Dies musste auch die Marktleiterin der Eritex-Filiale in Bad Liebenwerda, Petra Petke, feststellen. „Es waren heute zwar schon mehr Kunden als an normalen Tagen im Geschäft, aber es könnten doch gerne noch etwas mehr sein. Die Preissenkungen machen sich schon beim Kundenzustrom bemerkbar. Es sind schon etwas mehr Einnahmen in der Kasse als sonst.“ Noch keine richtige Aussage über den Erfolg des Schlussverkaufs konnte die Inhaber des Bad Liebenwerdaer Modegeschäfts Barth geben. Monika Barth war bereits am Samstag mit den Preissenkungen zum Sommerschlussverkauf beschäftigt, als die Kunden zahlreich in das Geschäft strömten. „Es war chaotisch, und natürlich haben wir den Kunden gleich am Samstag die Rabatte gewährt. Wir konnten sie ja nicht wieder wegschicken.“ Auch am ersten Tag des SSV war das Geschäft Barth gestern gut besucht.