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| 15:21 Uhr

Skurrile Kürbisse
So vielfältig ist der Herbst

Gärtnerin Jasmin Hippert (39) präsentiert zwei Herkuleskeulen.
Gärtnerin Jasmin Hippert (39) präsentiert zwei Herkuleskeulen. FOTO: Veit Rösler
Mühlberg. Der langanhaltende heiße Sommer hat in den Gärtnereien nicht nur für Probleme gesorgt. Wo ausreichend gewässert werden konnte, sind die Pflanzen üppig herangewachsen. Von Veit Rösler

In der Klostergärtnerei Güldenstern in Mühlberg gibt es in diesem Jahr reichlich Kürbisse, darunter auch viele skurrile Arten, wie zum Beispiel diese Herkuleskeulen (Foto). Während die Kürbisse in normalen Jahren ohne Wasser auskommen, mussten selbst diese im Sommer 2018 beregnet werden. Wasser aus dem eigenen Brunnen war zwar ausreichend vorhanden, doch die Stromrechnung wird diesmal besonders hoch ausfallen, meint Gärtnerin Jasmin Hippert (39).

Die Flaschenkürbisse, so auch die Herkuleskeulen, gehören zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen. Sie lassen sich bereits vor über 10 000 Jahren in Mexiko nachweisen. Wegen ihrer widerstandsfähigen Außenhaut haben sich die Früchte auf natürliche Weise über die Weltmeere über die ganze Erde verteilt. Nicht selten wurden sie in unterschiedlichen Kulturen als Sammelgefäß oder für Musikinstrumente verwendet.

Im Jahre 1228 wurde das Zisterzienserinnen-Kloster von den Gebrüdern Ileburg gestiftet und dabei erstmals schriftlich erwähnt. Der zum Kloster gehörende große Garten wurde auf der Ostseite des Klosters Marienstern eingerichtet. Die Bezeichnung „Güldenstern“ hat sich nach der Reformation und der damit verbundenen Säkularisierung des Klosters eingebürgert. Im Jahr 1999 wurde die Klostergärtnerei von Gärtnermeisterin Ilona Hippert (61) übernommen.