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So viele Firmen wie noch nie bei Ausbildungsmesse

Sie werben für den Besuch der Ausbildungsmesse in Bad Liebenwerda (v. l.): Moderator Torsten Hannemann, Dagmar Fischer vom EE-Bildungsbüro, Wirtschaftsförderer Jens Zwanzig, Bürgermeister Thomas Richter, Susann Kirst, Leiterin Kurortentwicklung, und Jean-Marie Ulrich, Arbeitsagentur.
Sie werben für den Besuch der Ausbildungsmesse in Bad Liebenwerda (v. l.): Moderator Torsten Hannemann, Dagmar Fischer vom EE-Bildungsbüro, Wirtschaftsförderer Jens Zwanzig, Bürgermeister Thomas Richter, Susann Kirst, Leiterin Kurortentwicklung, und Jean-Marie Ulrich, Arbeitsagentur. FOTO: Feller
Bad Liebenwerda. Im Landkreis Elbe-Elster sind für das längst begonnene Ausbildungsjahr immer noch mehr als 200 Lehrstellen unbesetzt. Selbst wenn alle bislang unversorgten Schulabgänger einen dieser Plätze besetzen würden, werden nach Angaben von Jean-Marie Ulrich von der Arbeitsagentur Elbe-Elster noch sehr viele verwaist bleiben. Manfred Feller

Mittlerweile melden Firmen und Einrichtungen ihre freien Ausbildungsplätze zu Hunderten bereits ein Jahr im Voraus.

Um Nachwuchs zu gewinnen, müssen sie noch mehr in die Offensive gehen. Der Landkreis und viele Partner unterstützen sie dabei mit dem nunmehr 20. Tag der Ausbildung und Beschäftigung, der dieses Jahr in Bad Liebenwerda stattfinden wird. Die Sporthalle der Robert-Reiss-Oberschule bietet am 7. Oktober von 10 bis 15 Uhr drinnen und draußen genügend Platz.

"Wir haben 89 Aussteller. Das ist Rekord. Damit sind wir aber auch an unsere Grenzen gelangt", ist Jens Zwanzig, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster (RWFG), sehr zufrieden mit der Resonanz.

Als die Messe vor sechs Jahren in der Kurstadt Station machte, waren es noch 60 Aussteller. Heute kämen einige sowie auch viele junge Besucher sogar aus den benachbarten Bundesländern. Im Vorjahr seien mehr als 2000 Schulabgänger und deren Angehörige zu der Messe nach Finsterwalde gekommen.

Christian Heinrich-Jaschinski (CDU), Landrat und Schirmherr des Ausbildungstages, sieht den weiter wachsenden Bedarf an Fachkräften. Nicht nur die Auftragsbücher seien voll, auch die Altersstruktur vom Handwerk bis hinein in die Verwaltungen verlange nach Berufsnachwuchs.

Für die mit den Jahren deutlich gewachsene Ausbildungsmesse werden die geeigneten Hallen im Landkreis knapp, stellt Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter (CDU) fest. Eine Wachstumsbranche sei der Gesundheitstourismus in der Kurstadt. "Wir wollen die jungen Menschen überzeugen, in der Region zu bleiben", lädt er zum Messebesuch ein.