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| 02:40 Uhr

So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein

Karin Floto (55) aus Herzbergs Partnerstadt Dixon (Illinois), in Deutschland geboren und seit mehr als 30 Jahren in den USA, zum Wahlausgang: "Persönlich finde ich beide nicht sehr gut, habe aber mehr zu Clinton tendiert, weil ich glaube, dass sie besser für die USA gewesen wäre. Trump ist zu arrogant. Frank Claus

Ich glaube nicht, dass er diplomatisch mit anderen Ländern verhandeln kann. Die meisten Leute, mit denen ich spreche, denken so." Karin Floto arbeitet im Gefängnis und ist Mitglied des Partnerschaftskomitees Herzberg-Dixon.

Ganz anders hat der Bad Liebenwerdaer Felix Lindner (27), der bei einem großen Industrieunternehmen arbeitet und nahe Detroit wohnt, die Stimmung im Land wahrgenommen: "Mein Gefühl war es, dass Amerikaner nicht unbedingt für Trump waren, aber absolut gegen Hillary Clinton. Ich habe niemanden getroffen, der sich wirklich für sie erwärmen konnte. Hillary ist zu steif, zu glatt gebügelt. Sie steht sinnbildlich für die politische Elite. Die Amerikaner wollen eine Veränderung. Bei dieser Wahl war Trump der einzigste Gegenkandidat." Manche Dienstberatung wurde Wahlkampfveranstaltung. Felix Lindner hat den Ausgang mit Freunden in einer Bar verfolgt. "Am Tag 1 nach der Wahl konnte man ganz klar sehen, wer Republikaner und Demokrat ist, die einen mit hängenden Köpfen, die anderen im Rudel lachend und sich gegenseitig gratulierend. Selten hat eine Wahl das Land so sehr gespalten."