Die Mitte Juni in den Wäldern bei Hohenleipisch gefundenen skelettierten menschlichen Überreste sind nach Polizei-Informationen einer seit dem 7. April 2019 vermissten Asylbewerberin aus Kenia zuzuordnen. Noch am Dienstagvormittag wollte das Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon von der Cottbuser Staatsanwaltschaft nicht bestätigten. Zunächst, so meinte er, wolle er sich noch nähere Details von der Polizei einholen. Nähere Informationen zum Leichenfund und den möglichen Umständen des Todes waren bislang nicht zu bekommen.

Am Dienstagnachmittag gab die Pressestelle der Polizeidirektion Südbrandenburg dann bekannt, dass die menschlichen Überreste zur vermissten Kenianerin gehören. Diese waren der Rechtsmedizin zum Begutachten und zur DNA-Analyse übergeben worden.

Seit dem 7. April 2019 wird die 32-jährige Kenianerin Rita Awour Ojunge vermisst. Die Polizei fahndete öffentlich. In der Hohenleipischer Unterkunft hatte die Asylbewerberin Mann und zwei kleine Kinder zurückgelassen. Die umfangreichen Ermittlungen, um den Verbleib und Aufenthalt der jungen Frau festzustellen, begannen am 25. April. Nach der Frau ist ab dem 11. Juni mit Unterstützung einer Polizeihundertschaft über mehrere Tage ein etwa 32 Hektar großes und stark bewachsenes Waldgebiet abgesucht worden. Auch das unwegsame Gelände mit Bunkeranlagen um die Asylunterkunft in Hohenleipisch sei nicht ausgelassen worden. Bei der Suche musste wegen der Munitionsbelastung ehemaliger Militärflächen der Kampfmittelbergungsdienst hinzugezogen werden.

Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes der Frau werden durch eine Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei geführt.