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| 20:14 Uhr

140 000 Euro für eine Siedlung
Berliner ersteigert die Alwine

Domdorf. Geschäftsmann zahlt 140 000 Euro und will Wohnungen in der Domsdorfer Siedlung sanieren. Von Frank Claus

Ein Berliner Geschäftsmann hat am Sonnabend bei einer Versteigerung den Zuschlag für die Domsdorfer Siedlung „Alwine“ (Elbe-Elster) erhalten. Bei 140 000 Euro fiel der Hammer. Auf sein per Fax eingereichtes Angebot, er blieb der einzige Bieter, hatte er den Zusatz „zum Wohle der Bürger“ vermerkt. Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus und Domsdorfs Ortsvorsteher Peter Kroll waren extra nach Berlin gereist, um die von großer Medienpräsenz begleitete Auktion zu verfolgen. Über den Tisch gingen fünf Doppelhaushälften, ein Ein- und zwei Mehrfamilienhäuser – allesamt umfassend modernisierungs- und sanierungsbedürftig.

Noch am gleichen Abend hatte sich der Bieter auf dem Anrufbeantworter des Bürgermeisters zu erkennen gegeben. Am Sonntag gab es den ersten Telefonkontakt. Demnach handele es sich bei dem Käufer um einen Berliner, der mit Freunden schon ähnliche Projekte im Hauptstadt-Umland realisiert habe. Er wolle die Wohnungen der „Alwine“ schrittweise sanieren und habe den noch dort wohnenden 15 Menschen die Sicherheit gegeben, dort weiter bleiben zu können. „Diese Aussagen habe ich am Sonntag den Bewohnern persönlich überbracht“, so der Bürgermeister.

Doch zunächst wolle der Geschäftsmann noch einmal mit dem Auktionshaus Kontakt aufnehmen. Nach seinen Darstellungen habe er das Mindestangebot geboten und erklärt, in 5000-Euro-Schritten weitergehen zu wollen. Die Mehrkosten von 15 000 Euro hätten wir schon in die Alwine stecken können“, habe er dem Bürgermeister gesagt.