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| 18:16 Uhr

Beschwerde abgewiesen
Sex-Chat von Mann mit Minderjähriger bleibt ohne Folgen

Elsterwerda. Martin M. (Name geändert) hat keinen Erfolg. Die bearbeitende Oberstaatsanwältin beim Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg hat seine Beschwerde gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft in Cottbus als unbegründet zurückgewiesen. Es ging um den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen.

Der Vater einer minderjährigen Tochter hatte Anzeige gegen einen etwa 40-jährigen ehemaligen Bekannten erstattet. Dieser habe der Tochter im Jahr 2016, als sie 15 Jahre jung war, sexuelle Angebote über WhatsApp gemacht und dafür Geld geboten. Zu dem von dem Mann gewünschten persönlichen Kontakt sei es nie gekommen. Als dieser drängte, habe das Mädchen dessen Telefonnummer gesperrt und sich erst im Jahr darauf offenbart. Den Chatverlauf hatte sie nicht gelöscht.

Die Beweise für erneute Ermittlungen oder die Erhebung der öffentlichen Klage reichen demnach nicht aus. Laut der prüfenden Oberstaatsanwältin gibt es keine neuen Tatsachen oder Beweismittel.

Dass ein Erwachsener einer Jugendlichen unsittliche Angebote machen kann, ohne belangt zu werden, will Martin M. nicht einsehen. Worte haben hier keine strafrechtliche Relevanz. Anders wäre es bei einer erfolgten sexuellen Handlung. Genau dieser Gefahr sieht Martin M. nun andere Minderjährige ausgesetzt, weil gegen den Mann nicht ermittelt werden kann.

Der Vater hat die Möglichkeit, gegen den Bescheid eine gerichtliche Entscheidung zu beantragen. Das geht nur mit einem Anwalt. Martin M., arbeitssuchend, hat dafür kein Geld. Er hofft auf Kontakt zu anderen Betroffenen und dass er bei seinem nächsten Rechtsschritt unterstützt wird. Sein Kontakt: otto-mueller2016@web.de

(mf)