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Schwimmender Protest gegen die Kreisreform

Reformprotest: Begleitet von einem Paddelboot mit den Flaggen des Landkreises Elbe-Elster und der Kreisstadt Herzberg verlässt Karsten Eule-Prütz am Montagmittag Elsterwerda in Richtung Bad Liebenwerda.
Reformprotest: Begleitet von einem Paddelboot mit den Flaggen des Landkreises Elbe-Elster und der Kreisstadt Herzberg verlässt Karsten Eule-Prütz am Montagmittag Elsterwerda in Richtung Bad Liebenwerda. FOTO: Manfred Feller
Elsterwerda. Gegen die Kreisgebietsreform und für den Erhalt der Kreisstadt Herzberg protestiert Karsten Eule-Prütz schwimmend. Am Montag legte er die etwa 25 Kilometer lange Strecke von Plessa bis Bad Liebenwerda zurück. Manfred Feller

Heute möchte der unabhängige Bürgermeisterkandidat für Herzberg nach weiteren rund 25 Kilometern gegen 17 Uhr das Wehr seiner Heimatstadt erreichen. "Ich hoffe, dass viele Einwohner vorbeischauen und für ihren Landkreis mitbaden", baut der 48-jährige Regierungsamtsrat, Verwaltungsbeamter bei der Polizeidirektion Süd in Cottbus, auf eine breite Unterstützung.

Das reine Vergnügen ist das Flussschwimmen in der Schwarzen Elster nicht. In Plessa, wo der passionierte Wassersportler, am Montagmorgen eingestiegen war, wird reichlich braune Brühe aus dem Raum Lauchhammer eingeleitet. Hinzu kommen Kraut und flache Stellen. Das Wasser hat 18 Grad. Im Neoprenanzug sei das auszuhalten, auch wenn der Körper langsam auskühlt.

Dank der Strömung von bis zu zwei Kilometer pro Stunde und der Flossen sei das Schwimmen eher ein kraftschonendes Gleiten. In Plessa wurden Kuchen und Banane gefrühstückt, in Elsterwerda gab es Nudeln und alkoholfreies Bier zum Mittag. Das muss reichen.

Die etwa 50 Kilometer vom einen zum anderen Ende des Kreises sind zwar eine Herausforderung, doch Karsten Eule-Prütz hat Erfahrungen im Flussschwimmen, so in der Elbe, der Oder und der Neiße.

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