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| 19:15 Uhr

Was sich Bad Liebenwerda für 2019 vorgenommen hat
Kurortentwicklung zum Heilbad – eines von sieben Vorhaben

 Meilenstein und Schlusspunkt in der Stadtsanierung in Bad Liebenwerdas Zentrum. Im Jahr 2019 soll der letzte Abschnitt der Torgauer Straße grundhaft ausgebaut werden. Kosten: 300 000 Euro. Damit wären dann alle Straßen im Innenstadt-Sanierungsgebiet fertig.
Meilenstein und Schlusspunkt in der Stadtsanierung in Bad Liebenwerdas Zentrum. Im Jahr 2019 soll der letzte Abschnitt der Torgauer Straße grundhaft ausgebaut werden. Kosten: 300 000 Euro. Damit wären dann alle Straßen im Innenstadt-Sanierungsgebiet fertig. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Das sind die Schwerpunkt-Vorhaben, die Bad Liebenwerda 2019 „bohren“ will. Von Frank Claus

Ärmel hochkrempeln heißt es auch 2019 wieder in der Kurstadt, um die Fülle an Vorhaben zu meistern. Sieben große Schwerpunkte hat die Stadt  genannt und zumindest über einem schwebt das Damoklesschwert: Wenn bis August dieses Jahres zur Zukunft des Wonnemars und für das langersehnte Hotelprojekt nicht endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, machen die Zahlmeister im Land dicht. Attraktive Fördermittelkonditionen sind nur noch bis dahin gültig.

 

Kurortentwicklung Bad Liebenwerdas zum Heilbad. Die Stadt bereitet 2019 den Antrag auf Anerkennung als Heil- und Kneipp-Kurort beim Deutschen Heilbäderverband vor. Grundlage ist das brandenburgische Kurortegesetz. Dafür ist nach Aussage von Bürgermeister Thomas Richter ein Klima- und Luftgutachten erforderlich, welches beim Deutschen Wetterdienst in Auftrag gegeben sei. Die Messungen beginnen demnach voraussichtlich noch in diesem Monat und würden über zwölf Monate laufen.

Weiterentwicklung Wonnemar und Übernachtungskapazitäten. Um die Kriterien für die Heilbadzertifizierung zu erfüllen, so der Bürgermeister, „benötigt die Kurstadt dringend Übernachtungskapazitäten“. Die 15 Jahre alte Lausitztherme Wonnemar sei in diesem Zusammenhang dringend zu attraktivieren, „um den gestiegenen Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden“. Um in den Genuss einer Förderung von bis zu 90 Prozent zu kommen, so Thomas Richter, muss „ein Besitzerwechsel vollzogen“ werden. Der führt dazu, dass die Stadt Eigentümerin des Baukörpers wird. Entsprechende Verhandlungen zum Übernahmepreis mit der Stuttgarter Interspa-Gruppe laufen.  Eins sei jedoch zwingend notwendig, so der Bürgermeister: „Beide Projekte (Wonnemar-Attraktivierung und Hotelneubau, d.Red.)  müssen gleichzeitig umgesetzt werden und sind damit ein Schlüsselprojekt zur Heilbadentwicklung. (...)“

 

Bildung der Verbandsgemeinde Liebenwerda, bestehend aus den Städten Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück. Die Städte der Kurstadtregion Elbe-Elster seien, so Thomas Richter „in der Schlussphase der Vertragsvorbereitungen für die Bildung der Verbandsgemeinde, die am 1. Januar 2020 wirksam werden soll“.

 

Im Grundschulzentrum Robert Reiss sollen der Einbau der Lüftungsanlage und von Akustikdecken im Südflügel in diesem Jahr abgeschlossen werden. Insgesamt, so Bürgermeister Thomas Richter, werden inklusive Fördermittel 1,4 Millionen Euro investiert.

 

Torgauer Straße in Bad Liebenwerda. Der letzte Bauabschnitt vom Stadtfriedhof bis zum DHH-Firmensitz soll 2019 unter die Baggerschaufel genommen werden. Für den grundhaften Ausbau sind etwa 300 000 Euro veranschlagt. Für Bürgermeister Thomas Richter ein Meilenstein: „Es ist das letzte Bauvorhaben im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms ,Aktives Stadtzentrum Bad Liebenwerda’. Damit sind wir in der Innenstadt dann durch.“

 

Feuerwehrhaus Kröbeln. Teils emotionale Debatten sind diesem Bauvorhaben in der Riesaer Straße, für das voraussichtlich im April Baubeginn sein soll, vorausgegangen. Die maximalen Gesamtkosten sind nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung auf maximal 500 000 Euro festgelegt.

 

Hochwasserschutzplanungen. In diesem Punkt geht es jetzt auch in sensible Gebiete: Das Landesumweltamt hat Ende 2018 den Auftrag für die Planung des ersten Abschnittes des innerstädtischen Hochwasserschutzes entlang der Schwarzen Elster erteilt (flussab linksseitig von der Mündung Mühlgraben am Wonnemar bis zur Eisenbahnbrücke). Bürgermeister Thomas Richter: „Die Planungen und die  Vorbereitung der Planfeststellungsunterlagen werden ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen den Planern, dem Landesumweltamt und der Stadt in den nächsten Jahren sein.“ Die Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlagen „im Spannungsfeld zwischen technischen Anforderungen des Hochwasserschutzes und qualitativ hochwertiger Stadtentwicklung in einem sensiblen Innenstadtbereich“ sei, so der Verwaltungschef, „eine Herausforderung für alle Verfahrensbeteiligten.“