Meterweit liegen zwischen Bad Liebenwerda und Oschätzchen unweit vom Abzweig nach Zobersdorf entfernt Trümmerteile verteilt. Zwei Personen sind nach einem Frontalzusammenstoß aus den Autos geschleudert worden – der eine auf die Straße, der andere auf das angrenzende Feld. Vom beteiligten Kleintransporter liegt die Ladung, unter anderem ein Mörtel-Rührgerät und eine Schubkarre, auf der Straße.

Im Polizeibericht heißt es: "Gegen 8.45 Uhr ist ein 20-jähriger Fahrer eines Pkw Ford von Bad Liebenwerda aus in Richtung Oschätzchen unterwegs und hat die Absicht, mehrere Fahrzeuge zu überholen. Noch während des Überholvorganges kommt das Fahrzeug ins Schleudern und prallt gegen einen Mercedes-Kleintransporter, der im Gegenverkehr unterwegs ist. Die Kollision der Fahrzeuge ist so heftig, dass der Pkw erst auf einem angrenzenden Feld zum Stillstand kommt und beide Autofahrer aus ihren Fahrzeugen geschleudert werden."

Der jugendliche Pkw-Fahrer hat sich bei diesem Unfall schwere Kopfverletzungen zugezogen. Mehrere Knochenbrüche sind einer ersten Diagnose nach die Folge für den 31-jährigen Fahrer des Kleintransporters eines einheimischen Handwerksbetriebes. Beide werden nach der Erstversorgung vor Ort umgehend zur stationären medizinischen Versorgung in die Krankenhäuser nach Elsterwerda und Riesa gebracht. Aufgrund der Schwere der Verletzungen des Pkw-Fahrers wird er den Polizeiangaben zufolge gegen 10 Uhr mit dem Rettungshubschrauber in das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum verlegt.

Zur Verkehrsunfallaufnahme und zur Bindung ausgelaufener Flüssigkeiten muss die Landstraße vollständig gesperrt werden. Die Feuerwehr aus Bad Liebenwerda kommt zum Einsatz. Die Polizei zieht wenig später zur genauen Erforschung des Unfallherganges Sachverständige der Dekra hinzu. Zur Beweissicherung stellen die Beamten beide Fahrzeuge sicher. Die Höhe des Sachschadens kann am gestrigen Freitag noch nicht angegeben werden, jedoch ist in beiden Fällen von einem wirtschaftlichen Totalschaden auszugehen.