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| 17:01 Uhr

18-jähriger Mopedfahrer stirbt auf B-183-Ortsumfahrung
Schwerer Unfall bei Bad Liebenwerda zieht Kreise

Trauer am Straßenrand.
Trauer am Straßenrand. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Trauer und Mitgefühl, Warnungen und Reaktionen nach Tod eines 18-Jährigen. Von Frank Claus

Die Situation bleibt nach jetzigem Ermittlungsstand unverändert: Ein 18-jähriger Mopedfahrer hat am Reformationstag an der neuen B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda aus Oschätzchen kommend eine rote Ampel überfahren, ist auf der Kreuzung mit einem Pkw kollidiert und an den Folgen des Unfalls trotz sofortiger Hilfsmaßnahmen noch am Unfallort verstorben.

Trauer: Familie, Freunde und Bekannte haben an der Unfallstelle ein Kreuz errichtet, Kerzen und Blumen abgestellt. Zündkerzen und Mopedteile belegen, dass der junge Mann leidenschaftlicher Schrauber war.

Mitgefühl mit dem Fahrer des Pkw wird geäußert. Diese Situation möchte keiner erleben.

Warnungen: Am gestrigen Tag haben Fahrzeuge an der Autoschnellstraße gehalten, Menschen haben direkt an der Fahrbahn getrauert. Das ist gefährlich. Einerseits besteht Halteverbot, so Mitarbeiter der Straßenüberwachung, anderseits üben vorbeifahrende Lkw einen erheblichen Sog aus.

Reaktionen: Gleich mehrere Motorradfahrer melden sich am Telefon, beschreiben, dass auch sie sehr lange gewartet hätten, bevor die Ampel von Rot auf Grün geschaltet hätte. Einige gestehen, auch nicht gewartet und losgefahren zu sein.

Der Landesbetrieb Straßenwesen hatte am Tag zuvor erklärt, dass die Ampel erst dann auf Grün schalte, wenn beide in der Fahrbahn eingelassenen Schleifen überfahren werden. Erst danach gebe es den entsprechenden Impuls an die Ampelsteuerung.

Eine Expertenkommission hat am Freitag reagiert, die Ampelschaltung verändert. Nunmehr werde die Ampel an der Kreuzung Oschätzchen innerhalb von 120 Sekunden definitiv aus jeder Richtung auf Grün schalten, egal ob die Schleifen im Boden überfahren werden oder nicht.