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| 18:50 Uhr

Großer Tag für kleine Abc-Schützen
Alles Gute für den Start in die Schule!

„Jetzt bist du schon groß und gehst in die Schule!“ – eines von vielen schönen Motiven des Schulanfangs in Prösen. Angehörige können dort Elemente aus den ersten Schulstunden mitverfolgen.
„Jetzt bist du schon groß und gehst in die Schule!“ – eines von vielen schönen Motiven des Schulanfangs in Prösen. Angehörige können dort Elemente aus den ersten Schulstunden mitverfolgen. FOTO: Veit Rösler
Finsterwalde . Für 22 400 Erstklässler beginnt am Montag in Brandenburg der Schulalltag mit allen Freuden, Aufregungen und Enttäuschungen. Die RUNDSCHAU hat an einigen Schulen zum Schulanfang vorbeigeschaut. Von Sylvia Kunze, Veit Rösler und Jürgen Weser

Fünfzig Mädchen und Jungen wurden am Sonnabend in der Grundschule Nehesdorf eingeschult: 26 Kinder in die beiden Flex-Klassen und 24 in die Regelklasse.           Bevor sie offiziell stolze Schultaschenträger wurden und freudestrahlend ihre Zuckertüten in Empfang nehmen konnten, erlebten sie eine stimmungsvolle Einschulungsfeier.

Keinen großen Blick hatten die Schulneulinge in ihrer Aufregung für die große Baustelle, an der sie entlang zum Festsaal mussten. Dabei verspricht ihnen diese Baustelle etwas Schönes. Im Spätherbst soll hier die neue Außensportanlage für die Schule fertiggestellt sein. Diese Investition reiht sich in bereits fertiggestellte Projekte ein, so den neuen Speisesaal und die im Verlauf des vergangenen Schuljahres  in Betrieb genommene Fahrstuhlanlage. In der Grundschule Nehesdorf erwarten die Schüler beste Bedingungen, merken auch die Eltern. Der Dank von Schulleiterin Sylke Magister ging an die Stadt, für die Kämmerin Anja Zajic den Schulanfängern alles Gute mit auf den Weg gegeben hatte. In der Warteschleife befindet sich dann noch der gewünschte Schulanbau.

„Ihr lernt nun Rechnen, Schreiben, Lesen, aber das wird nicht alles sein“, gaben die vier Finsterwalder Sänger zu Beginn der Feierstunde mit auf den Weg. Mit einem launigen Programm machten Semanta Schulz, Toni Mann, Richard Lehmann und ihre Mitschüler aus der neuen Klasse 2 deutlich, was in der Schule wichtig ist und was eher nicht. Sie ließen die Erstklässler mitsingen und -tanzen, bevor sie ihre Schulranzen schultern durften und mit den Klassenleiterinnen Verena Thiede und Susan Städter ihre Unterrichtsräume kennen lernten. Inzwischen gab die Schulleiterin den Eltern ein paar Hinweise mit auf den Weg. „Lassen Sie ihre Kinder den Schulweg möglichst bald allein bewältigen“, appellierte sie, den Kindern Verantwortung zu übertragen. Sie wünsche sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Eltern, machte sie klar. Am ersten Schultag dürfen sich die Erstklässler noch über Büchergeschenke vom Landkreis und der Elbe-Elster-Sparkasse freuen.

Spannende Wochen der Vorbereitung und Vorfreude, der Aufregung und in den meisten Fällen auch schlaflose Nächte liegen hinter den 25 Knirpsen aus den Ortsteilen der Gemeinde Röderland. Mit einer rührenden Zeremonie, mit Gesang, Theaterspiel und sogar mit „Freude schöner Götterfunken“ hat am Samstag für die Abc-Schützen in der renovierten Röderlandhalle der Grundschule Prösen ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Bei der Schulanfangsfeier wurde in der großen Turnhalle unter den Augen der Eltern, Großeltern, der Gemeindeverwaltung und vor den Abgeordneten durch Schulleiterin Ramona Naumann die erste Schulstunde mit Mathe, Deutsch und Sport absolviert. Klassenleiterin Kathleen Crämer hatte selber Schulanfangsfeier. Danach der große Moment: In Prösen bekommt jedes Kind seine Zuckertüte noch vor aller Augen persönlich ausgehändigt.

Zum Schulanfang schwer zu schleppen, natürlich mit der Unterstützung der Eltern, hatten die Zwillinge Luca und Cody in der Grundschule Hohenleipisch- Plessa. Erst gab es für jedes Kind den schweren Ranzen, dann die Zuckertüten vom Zuckertütenbaum und dann auch noch von den Omas Christine und Ina jeweils eine extra Zuckertüte. Also insgesamt sechs Zuckertüten und zwei Ranzen. In die Goethe-Grundschule Hohenleipisch sind insgesamt 19 Kinder aus Hohenleipisch, Gorden- Staupitz, Dreska und Döllingen zur Schule gekommen. In die zur gleichen Verwaltungsstruktur gehörenden Grundschule Plessa wurden 22 Schüler aus Plessa, Plessa-Süd und Gorden-Staupitz eingeschult.

In Falkenberg haben 44 Abc-Schützen aufgeregt ihrer Einschulung — und ganz besonders ihrer Zuckertüte entgegengefiebert. Doch bevor sie die in den Händen halten konnten, sind sie und die Begleiter ihres großen Tages im Haus des Gastes von den Falkenberger Tanzmäusen unterhalten worden. Nicht neu, aber neu einstudiert brachten diese „Die Vogelhochzeit“ auf die Bühne. Das war am Samstag nicht ihr einziger Auftritt, danach ging es weiter nach Schlieben zur Einschulung, denn die Tanzmäuse sind in der Moienstadt längst gern gesehen. Für die Mädchen und Jungen war indessen der große Augenblick gekommen. Nach den Begrüßungsworten von Schulleiterin Simone Lösler hielten sie endlich ihre Zuckertüten in den Händen. Allerdings erst einmal kurz, denn für den Marsch zur Schule, angeführt vom Falkenberger Jugendblasorchester, hat so mancher Steppke die prall gefüllte Tüte gern noch einmal zum Tragen bei Mama oder Papa abgegeben. Nach der Schulerkundung stand dann der Feier im Kreise der Familien und dem Auspacken der Einschulungsgeschenke nichts mehr im Wege.

Für die Abc-Schützen und das Kollegium von Schulleiter Dietmar Koßagk ist der Schulanfang immer ein besonderer Tag. Die strahlenden Gesichter sind Ausdruck der Neugier und Vorfreude auf den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt.  In seiner Schule, der Grund- und Oberschule Elsterwerda, dürfen sich die Kinder zu Recht freuen, denn seit mehr als zehn Jahren profitieren die Schulanfänger von dem Projekt „Flexible Schuleingangsphase“. Der Vorteil liege klar auf der Hand: „mehr Stunden für Förderung und Leistungsdifferenzierung“ so Dietmar Koßagk. Dem Land Brandenburg koste dies erheblich mehr Gelder, da Teilungslehrer und Sonderpädagogen zum Einsatz kommen, aber diese Investition zahle sich aus.

Für Lehrer und Schüler gibt es übrigens schon bald die nächste Feier, wenn Ende August die Grund- und Oberschule zum Schulzentrum wird und in Elsterwerda zugleich 50 Jahre Schule mit einem umfassenden Festprogramm gefeiert wird.

 Entgegennahme der Zuckertüten in der Finsterwalder Grundschule Nehesdorf. Manches Kind hatte schwer zu tragen.
Entgegennahme der Zuckertüten in der Finsterwalder Grundschule Nehesdorf. Manches Kind hatte schwer zu tragen. FOTO: LR / Jürgen Weser
Eine schöne Tradition in Falkenberg: Umzug mit Musik vom Haus des Gastes, wo die Feierstunde stattfindet, in die Schule.
Eine schöne Tradition in Falkenberg: Umzug mit Musik vom Haus des Gastes, wo die Feierstunde stattfindet, in die Schule. FOTO: LR / Dieter Müller