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| 17:24 Uhr

Beim Schulstart in Elbe-Elster
Mit Tempo 62 auf dem 30er-Schulweg in Falkenberg

 Lennox, Askhab, Ilena, Collen und ihre Mitschüler haben am Montagvormittag im Wohngebiet Elsterwerda-West an Kraftfahrer freundliche und weniger freundliche Gesichter verteilt. Raser erhielten den Teufel.
Lennox, Askhab, Ilena, Collen und ihre Mitschüler haben am Montagvormittag im Wohngebiet Elsterwerda-West an Kraftfahrer freundliche und weniger freundliche Gesichter verteilt. Raser erhielten den Teufel. FOTO: LR / Manfred Feller
Falkenberg/Elsterwerda. Am ersten Schultag haben in Elsterwerda und Falkenberg Polizei und Grundschüler Kraftfahrer ins Laservisier genommen. Raser wurden von den Kindern zur Rede gestellt. Die Temposünder haben oft erstaunliche Ausreden.

Nicht weniger als elf Verstöße gegen das Tempolimit von 30 km/h haben zum Schulstart am Montagvormittag Sechstklässler binnen einer Stunde vor ihrer Astrid-Lindgren-Grundschule in Falkenberg mittels Lasermessgerät festgestellt und „geahndet“. Die Damen und Herren am Lenkrad waren zwischen elf und 32 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs.

Polizeihauptmeister Detlef Teske von der Prävention der Polizeiinspektion Elbe-Elster sorgte dafür, dass die Kinder vorbildliche Kraftfahrer loben und die anderen zur Rede stellen konnten.

„Das war einigen peinlich“, stellt der Polizeibeamte fest. Die Ertappten seien auch noch Einheimische gewesen, die wissen, wo sich Kindergärten und Schulen befinden.

 Am Montagvormittag am Elsterschulzentrum in Elsterwerda: Alle möchten einmal durch das Lasergerät schauen und die Geschwindigkeit von Fahrzeugen messen.
Am Montagvormittag am Elsterschulzentrum in Elsterwerda: Alle möchten einmal durch das Lasergerät schauen und die Geschwindigkeit von Fahrzeugen messen. FOTO: LR / Manfred Feller

In den sozialen Medien wurden die Schulwegkontrollen in Elbe-Elster umgehend veröffentlicht. Daraufhin entbrannte ein heftiger Streit, ob dies sinnvoll sei, da es hier um den Schutz von Kindern gehe.

Grundschüler stellen in Elbe-Elster Raser zur Rede

In Falkenberg blieb es nicht beim erhobenen Zeigefinger. Nach Auskunft von Detlef Teske hatte dort der Landkreis einen Blitzer aufgebaut und wohl ordentlich zu tun. Abzüglich der Toleranz kosten innerorts bis zehn km/h zu viel 15 Euro und bis 15 km/h zu schnell 25 Euro.

Im Wohngebiet Elsterwerda-West stellt die 5. Klasse von Lehrerin Birgit Fiedler ebenfalls einige Kraftfahrer zur Rede. Den Schnellsten lasern sie mit Tempo 46 in der 30er-Zone mit Kindergarten und Elsterschulzentrum.

Eine ältere Dame wird mit 37 km/h gestoppt. „Warum waren Sie zu schnell?“, fragen die Kinder. „Diese Straße ist für viele eine Autorennbahn. Ich war gegenüber den anderen schon langsam“, begründet sie ihre Überschreitung. Ein dickes Lob erhält dagegen eine andere Autolenkerin. „Ich habe selbst Enkel und halte mich immer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit“, versichert sie.

Die „Geträumt“- und „Unkonzentriert“-Ausreden der zumeist ortskundigen Temposünder zählen für Hauptkommissar Maik Baer von der Prävention der Polizei nicht. Denn: An allen Zufahrten zum Wohngebiet West mit seinen gleichrangigen Straßen stehen Tempo-30-Schilder.

 Von den Schüler gemessen und von Polizeihauptkommissar Maik Bear in Elsterwerda gestoppt: ein Kraftfahrer, der ein wenig zu schnell unterwegs gewesen ist. Von den Schülern wird er gefragt, warum er sich nicht an Tempo 30 gehalten hat? Es folgen Ausreden.
Von den Schüler gemessen und von Polizeihauptkommissar Maik Bear in Elsterwerda gestoppt: ein Kraftfahrer, der ein wenig zu schnell unterwegs gewesen ist. Von den Schülern wird er gefragt, warum er sich nicht an Tempo 30 gehalten hat? Es folgen Ausreden. FOTO: LR / Manfred Feller
(mf)