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| 09:26 Uhr

Schulanfang im Westen
„Ich glaube, bei mir war nur meine Mutter und Oma mit“

FOTO: magele-picture - stock.adobe.com / magele-picture
Bramsche. Kathrin Pardieck  aus Niedersachsen erinnert sich. Von Frank Claus

Kathrin Pardieck ist 43 Jahre alt und in Tömmern bei Bramsche (Niedersachsen) aufgewachsen und dort nach Studium und beruflichen Stationen wieder zu Hause. Sie ist verheiratet mit Ingo (44), einem Mann aus Bad Liebenwerda und damit aus dem Osten. Sie haben zwei Kinder und das erste Mädchen nun bald Schulanfang. Klar, dass da über die Feiern des jeweils anderen gesprochen wird.

„So groß wie bei Euch der Schulanfang gefeiert wird, ist es bei uns nicht“, stellt Kathrin sofort fest, glaubt aber, einen Wandel zu spüren. „Als ich eingeschult wurde, ist da nicht allzu viel Aufhebens gemacht worden. Es ging früh in die Schule, dort hat die Lehrerin kurz ein paar Worte und organisatorische Hinweise gegeben und dann ging es wieder nach Hause. Gefeiert wurde nur im engen Kreis der Familie, längst nicht mit so großem Bahnhof.“

Aber eine Zuckertüte, die habe sie natürlich auch bekommen. Auf ihren Schulanfangsfotos ist sie nur mit ihrer bis heute besten Freundin zu sehen. „Soweit ich mich erinnern kann, waren nur meine Mutter und meine Oma früh mit in der Schule.“

Für ihre Tochter wird sich der Schulanfang schon ein wenig anders gestalten. „Wir haben früh Gottesdienst, dann geht es in die Schule, wo es ein kleines, feierliches Programm geben wird. Natürlich sind Mutter und Vater dabei, auch ein Teil der engen Verwandtschaft. Aber ganz so groß wie im Osten gefeiert wird, ist es bei uns nicht, noch nicht“, sagt sie. Im Westen würden Taufe und Konfirmation meist größer begangen.