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| 01:03 Uhr

Schönewalde setzt sich ab

Fussball-Kreisliga. Der zehnte Sieg im zehnten Spiel. Dazu durchschnittlich 4,5 Tore – wer will Linde Schönewalde da Paroli bieten? Beide Finsterwalder Mannschaften verloren, Herzberg landete wieder einen Dreier. Frank WernerThomas AltmannThomas SchlegelThomas VogelWolfgang StrickerFrank KrügerHeinz StrauchmannHelmar Stoppe

Nach fünf Spielen ohne Sieg zeigte Bad Liebenwerda, dass sie noch wissen, was ein Dreier ist.

SV Hertha Finsterwalde - SV Blau-Weiß 19 Lichterfeld 1:2 (1:1). Hertha musste dieses Spiel gewinnen, um den Kontakt zur Spitze nicht zu verlieren und hatte von Anfang an ein Übergewicht im Mittelfeld, konnte dies aber kaum in Tormöglichkeiten umsetzen. Mit dem ersten gefährlichen Angriff der Gäste stand es plötzlich 0:1. J. Fladrich hatte die Abwehr der Hausherren ausgetanzt und schoss den Ball ins kurze Eck. Nach der Führung zogen sich die Lichterfelder wieder zurück und überließen den Herthanern das Mittelfeld. Doch es dauerte bis zur 44. Minute, als nach einem Eckball Th. Müller völlig frei zum Kopfball kam und den verdienten Ausgleich erzielte. In der zweiten Halbzeit begann das Anrennen der Herthaner. Lichterfeld kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Auch Schüsse aus der zweiten Reihe, gegen einen angeschlagenen Torwart ein probates Mittel, waren nicht zu sehen. Als sich alle schon auf eine Punkteteilung einrichteten, landete ein Befreiungsschlag der Gäste bei M. Pischke, der keine Mühe hatte, zum 1:2 zu vollenden.

Tore: 0:1 J. Fladrich (13.), 1:1 Th. Müller (44.), 1:2 M. Pischke (89.); Gelb: Kühne, Becker, Hennig (Hertha); Rolka, Michling (Lichterfeld); SR: Peuker (Schönborn); Z.: 125.

ESV Lok Falkenberg II - SV „Linde“ Schönewalde 1:5 (1:4). Der ESV war noch damit beschäftigt sich zu sortieren, da war das Spiel faktisch schon entschieden. Bereits nach 35 Sekunden versenkte T. Römer den ersten Schönewalder Angriff im ESV-Tor, da wollte ihm eine Minute später E. Schröter in nichts nachstehen. Gerade als der Gastgeber sich etwas gefangen hatte, schlug es in der 29. Minute durch M. Hollmig zum dritten Mal im ESV-Tor ein. Der ESV, nun endlich wach, hatte seine beste Phase und kam in der 34. Minute durch J. Hoffmann zum Anschlusstreffer. Nun sündigte Lok aber mit weiteren Torchancen. Das bestrafte I. Grüßner per sehenswertem Seitfallzieher mit dem vierten Gegentor kurz vor der Halbzeit. Treffer Nr. 5 für Schönewalde folgte, als S. Dietrich einen Abpraller des Falkenberger Torhüters zum 1:5-Endstand verwertete.
Tore: 0:1 T. Römer (1.), 0:2 E. Schröter (2.), 0:3 M. Hollmig (29.), 1:3 J. Hoffmann (34.), 1:4 I. Grüßner (43.), 1:5 S. Dietrich (59.); Gelbe Karten: G. Müller, M. Schönitz, J. Hoffmann, R. Stich (ESV); S. Dietrich, T. Römer, M. Schulze (SVL); SR: Herrmann (Oppelhain); Z.: 120.

SV Blau-Gelb 90 Sonnewalde - SV Hirschfeld 2:0 (0:0). Auch im fünften Heimspiel bleibt Sonnewalde zu Hause ohne Punktverlust. Während in den letzten Spielen die Sonnewalder Führung sehr zeitig fiel, mussten die Anhänger der Blau-Gelben bis in die zweite Hälfte warten. Nach zwölf Minuten rutschte Patrick Voigt an einer scharfen Eingabe von Daniel Wolff nur knapp vorbei. Auch zehn Minuten später blieb der Torjubel aus. In der 25. Minute scheiterte Denny Stephan. Im Gegenzug kamen die Hirschfelder zu ihrer ersten Möglichkeit, als ein abgefälschter Kopfball nur knapp neben dem Sonnewalder Pfosten einschlug. Die zweiten 45 Minuten begannen ganz nach dem Geschmack der 80 Zuschauer. In der 47. Minute Freistoß für den Gastgeber: Christian Wolff schlug den Ball in Richtung langer Pfosten. Dort lauerte sein Bruder Daniel, und der stieg zum Kopfball hoch, 1:0. Danach spielte nur noch der Gastgeber. In der 58. Minute spielte sich Denny Stephan schön frei, aber seinen Schuss aus spitzem Winkel parierte der Hirschfelder Keeper. In der 74. Minute fast ein Eigentor durch einen Hirschfelder, als er einen Eckball nur Zentimeter neben den eigenen Pfosten lenkte. Sonnewaldes Andreas Voigt ging in der 85. Minute allein auf den Hirschfelder Schlussmann zu, spielte Abwehrspieler und Tormann aus und sah dann noch den in der Mitte mitgelaufenen Mitspieler. Der Pass zu Sascha Gutsche und dessen Vollendung zum 2:0 war nur Pflichtprogramm.
Tore: 1:0 Daniel Wolff (47.), 2:0 Sascha Gutsche (85.); SR: Markus Unger (Schlieben); Z.: 80.

FC Bad Liebenwerda - Grün-Gelb Doberlug-Kirchhain 2:1 (2:1). Die aktuelle Tabellensituation forderte vom Gastgeber einen Sieg. Und so begann dieser engagiert und konnte sich mehr Feldanteile in einem insgesamt nur durchschnittlichen Spiel erarbeiten. Der FC schaffte die Führung mit einem sehenswerten Kopfball nach einem präzise gespielten Eckball. Doberlug war keinesfalls chancenlos, aber die Mannschaft hatte nur selten Gelegenheit, im gegnerischen Strafraum gefährlich zu werden. Als dann F. Uhlemann auf der linken Seite antrat, in den Strafraum zog und gefoult wurde, verwandelte K. Karl sicher zum 2:0. Dieser Stand hielt nicht bis zur Pause. Eine Flanke war lange unterwegs und fand genau den Kopf des Schützen, der unbedrängt aus nächster Nähe vollenden konnte. Nach dem Wechsel lebte das Spiel vom knappen Spielstand, weniger von dem, was da auf dem Rasen ablief. Nach gut 70 Minuten hatte der Gastgeber wieder mehr Feldanteile, konnte auch mehr Druck erzeugen, blieb aber ohne Torerfolg. Doberlug versuchte es mit langen Pässen nach vorn, wollte unbedingt wenigstens noch einen Punkt. Am Ende ein verdienter Sieg des Gastgebers.
Tore: 1:0 F. Uhlemann (12.); 2:0 K. Karl (34. Strafstoß); 2:1 H. Jungnickel (42.); SR: S. Kohlhoff (Möglenz); Z.: 89.

VfB Herzberg 68 I - FC Rot-Weiß Elsterwerda I 3:0 (1:0). Ohne groß zu überzeugen, dominierte der Gastgeber vom Anstoß weg das Spiel. Nach guter Vorarbeit von Daniel Schubert markierte Mario Kopischke in der 11. Minute das erste Tor. Zu mehr langte es vor der Pause jedoch nicht. Das zweite Tor entsprang einem Foulelfmeter, den Keeper Sebastian Strack seinem Gegenüber sicher in die Maschen setzte (55.). Nun wurden das Spiel und die Chancen besser. Eine herrliche Flanke von Marcel Kiepisch nahm Kapitän Sebastian Zietz volley (65.). Da hatte der FC-Keeper Glück, dass er angeschossen wurde. Dann legte Sven Peinl für Kopischke auf, doch der schoss drüber (68.). Andre Lieske war es, der aus Nahdistanz am Keeper scheiterte (72.). Martin Bärtichs energischer Flankenlauf über die rechte Seite und seine gute Eingabe ermöglichte Alexander Haering per Kopf das 3:0 (80.). Fast wäre auch noch ein vierter Treffer gefallen, doch nach Manuel Richters Linkseingabe zappelte zwar der vorbildlich rackernde Kapitän Zietz im Netz, doch das Leder hatte der Rot-Weiß-Keeper vor ihm mit den Fingerspitzen abgefälscht (85.). Chancen der G äste gab es keine hochkarätigen zu vermelden.

Tore: 1:0 Kopischke (11.), 2:0 Strack (55./Foulelfmeter), 3:0 Haering (80.); Gelbe Karten: Krüger (VfB), Bischof (RW); SR: Mittag (Gräfendorf); Z.: 75.

SG Friedersdorf - SpVgg Finsterwalde 2:1 (0:0). Beiden Mannschaften steckt der Landesklassenabstieg noch sichtlich in den Knochen bzw. Köpfen. So entwickelte sich ein in der ersten Hälfte eher mäßiges Kreisligaspiel ohne nennenswerte Höhepunkte. Zwei grobe Schnitzer in der SG Abwehr eröffneten den Gästen die Möglichkeit, zur Pause in Front zu gehen, blieben aber zum Glück für Friedersdorf ungenutzt. Ein schönes Freistoßtor brachte der SpVgg kurz nach der Pause die bis dahin nicht unverdiente Führung, weckte jedoch endlich den Tatendrang der Heimelf. Binnen sechs Minuten gelang nicht nur der Ausgleich, sondern auch die eigene Führung. Jetzt war es bis zum Ende ein spannendes Spiel, bei dem sowohl die Entscheidung in Form eines dritten SG-Tores oder der Ausgleich möglich war.
Tore: 0:1 Margraf (55.), 1:1 Weber (58.), 2:1 S. Wagner (61.); SR: Unger (Schlieben); Z.: 130.

SV 1919 Prösen - SV „Frieden“ Beyern 3:2 (1:2). Die Gastgeber erzielten bereits in der 8. Minute das 1:0. Mathias Reichel war nach einem Eckball von Andreas Hofeld mit dem Kopf erfolgreich. Wer nun dachte, dass die Prösener befreiter aufspielen, wurde enttäuscht. Den Gästen gelang drei Minuten später der Ausgleich durch Klagenburg, der völlig freistehend aus Nahdistanz einen Freistoß mit dem Kopf ins Tor verlängerte. In der 36. Minute verursachte die Prösener Abwehr einen Foulstrafstoß, den Jentzsch zur 2:1-Halbzeitführung nutzte. Die wenigen Prösener Chancen wurden nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit begann Prösen druckvoller, doch es dauerte bis zur 76. Minute, ehe Thomas Beyer den Ausgleich erzielte. Bereits zwei Minuten später wurde John Reiter im Strafraum durch Torwart Jähnigen gefoult. Peter Hanisch verwandelte zum Sieg für Prösen.
Tore: 1:0 Reichel (8.), 1:1 Klagenburg (11.), 1:2 Jentzsch (36./Foulelfmeter), 2:2 Beyer (76.), 3:2 (Hanisch (78./Foulelfmeter); Gelbe Karten: Kretzschmar, Feistl (Prösen), Jähnigen, Kleinschmidt, Wonneberger (Beyern); SR: Grünwald (Finsterwalde); Z.: 90.

SV Vorwärts Crinitz I - VfB Hohenleipisch II 3:1 (2:0). Mit gemischten Gefühlen gingen die Crinitzer in diese Partie, da man in den letzten Spielen als Außenseiter immer punkten konnte. Nun galt es, sich auch gegen einen unberechenbaren Gegner wie Hohenleipisch II zu beweisen. Bereits in der 2. Minute musste Jahn im Tor der Gäste das Leder aus dem Netz holen. Einen schnellen Konter über Effenberger vollendete Schumann sicher. Bis auf einen nicht ungefährlichen Freistoß von Richter in der 4. Minute hatten die Hohenleipischer nichts zu bieten. Das Spiel verflachte zusehends. Erst in der 34. Minute wieder Aufregung im Gäste Strafraum. Schumann wurde regelwidrig von den Beinen geholt, und der sehr sicher und souverän leitende Schiri zeigte auf den Punkt. Baumann ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher. Großchancen im Minutentakt vergaben die Crinitzer in Hälfte zwei. Von Hohenleipisch war bis auf eine Chance durch Bieß in der 73. Minute nichts zu sehen. In der 81. Minute fiel die Entscheidung - 3:0, erneut durch David Schumann. Ergebniskosmetik folgte in der 87. Minute, als die Gastgeber bereits in Tiefschlaf verfallen waren.
Tore: 1:0 David Schumann (2.), 2:0 Mario Baumert (34./FE), 3:0 David Schumann (81.), 3:1 Michael Werner (87.); Gelbe Karte: Mario Baumert (Crinitz); SR: Harald Bährisch (Bad Liebenwerda); Z.: 100.