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| 17:59 Uhr

2. Advent im Raum Elsterwerda
Schöbel, Märchenspiel und gute Fuhre

Der vierte von insgesamt 22 Auftritten seiner diesjährigen Weihnachtskonzert-Tournee führt Frank Schöbel am Freitag ins Kulturhaus Plessa. Es ist diesmal nicht vollbesetzt. Einige Zuhörer verraten, die DDR-Schlagerlegende das erste Mal live zu sehen.
Der vierte von insgesamt 22 Auftritten seiner diesjährigen Weihnachtskonzert-Tournee führt Frank Schöbel am Freitag ins Kulturhaus Plessa. Es ist diesmal nicht vollbesetzt. Einige Zuhörer verraten, die DDR-Schlagerlegende das erste Mal live zu sehen. FOTO: Mirko Sattler
Plessa/Theisa/Wildgrube. Der zweite Advent wartet mit vielen Facetten vorweihnachtlicher Angebote auf – Regen bremst Besucherstrom. Von Mirko Sattler und Frank Claus

Schlager mit Frank Schöbel in Plessa, Märchenspiel auf dem Gut Theisa und eine geheimnisvolle Fuhre – unterwegs durch Beutersitz, Beutersitz/Bahnhof und Wildgrube – das ist nur ein kleiner Auszug aus dem vielfältigen Programmangebot am zweiten Adventswochenende.

Zum nunmehr vierten Mal ist Schlager-Oldie Frank Schöbel am Freitagabend zu Gast im Kulturhaus Plessa. Im Gepäck hat er nicht nur Lieder aus seinen Kult-Aufnahmen „Weihnachten in Familie“, sondern auch seine aktuelle Weihnachts-CD. Insgesamt sechs Weihnachtsalben hat Schöbel jetzt auf dem Markt.
Die größten Stars an diesem Abend sind neben dem Schlagerbarden der fünfjährige Elias aus Prestewitz, der achtjährige Johann aus Kahla und die zwölfjährige Alena aus Doberlug-Kirchhain. Sie dürfen mit Frank Schöbel seinen Hit „Komm wir malen eine Tanne“ vortragen und ernten dafür tosenden Applaus. Erneut hat Frank Schöbel seine Tochter Dominique Lacasa und seine Band dabei. Neu im Programm ist Schlagersternchen Franziska Wiese.
Zu gut vier Fünftel ist der Saal besetzt, wobei die Zuhörerschaft überwiegend im Schöbel-Alter und älter ist. „Ich kenne Frank Schöbel noch aus meiner Jugend. Heute sehe ich ihn zum ersten Mal live. Beim letzten Besuch des Künstlers war ich verhindert. Umso mehr freue ich mich, heute dabei sein zu dürfen“, sagt eine 76jährige Plessaerin. Extra aus Ortrand angereist sind Maritha und Jürgen Schulze. „Wir haben Frank Schöbel noch nie live gesehen. Da wir die Sendung aus seinem Wohnzimmer vor gut 40 Jahren kennen, haben wir uns überlegt, einmal nach Plessa zu fahren, um ihn mal hautnah zu erleben.“ Aber es gibt auch Jüngere, die sich den Künstler anschauen. „Mutti hat Geburtstag. Sie hat sich gewünscht, dass die ganze Familie mit ihr zu Frank Schöbel geht. Für heute wünschen wir uns einen schönen weihnachtlich, familiären Abend“, sagt die 31jährige Marleen aus Frankenberg bei Chemnitz.


Auf dem liebevoll geschmückten Weihnachtsmarkt auf dem Gut Theisa verhindert Regen am Sonnabend einen größeren Besucheransturm. Cheforganisator Robby Geßner und sein Team lassen sich jedoch nicht entmutigen. Feuerwehr- und Traditionsverein führen ihr Weihnachtsprogramm auf. „Zum nunmehr 12. Mal. Nach 2017 mit Schneewittchen, zeigen wir in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Märchen. Vorher gab es nur eine Märchenlesestunde“, weiß Feuerwehrvereinschef Robby Geßner. Seit Anfang November wird geprobt. „Die Akteure halten sich zwar größtenteils an die Geschichte, es steckt aber auch viel Improvisation darin. Wir spielen die Goldene Gans auf Theisaer Art“, lacht Robby Geßner, der beim Märchen den König aus dem Lande der Ziegelscheune spielt. 13 Akteure sorgen am Nachmittag dafür, dass es ein vor allem buntes Programm für die Kinder wird. Unter den Mitspielern ist Bianka Böhm. „Diesmal habe ich nicht solch einen langen Text. Ich spiele die Märchenerzählerin und schlüpfe zwischendurch mal ins Gewand des Prinzen“, so die 45-Jährige. Sie weiß noch, wie es anfing. „Früher haben wir das Märchen immer für unsere Kinder in der Kindertageseinrichtung gespielt. Seitdem diese jedoch aus der Einrichtung sind, sind wir nun auf die Idee gekommen, das Märchenspiel beim Weihnachtsmarkt vorzutragen“, erinnert sich das Traditionsvereinsmitglied und verrät, dass bei den Proben viel gelacht wird. „Wer ins Kleid passt, der muss zum Beispiel die Prinzessin spielen“, sagt Bianka Böhm.

Die Mitglieder der Feuerwehr, des Feuerwehrvereins und des Traditionsvereins spielen die „Goldene Gans“ auf Gut Theisa.
Die Mitglieder der Feuerwehr, des Feuerwehrvereins und des Traditionsvereins spielen die „Goldene Gans“ auf Gut Theisa. FOTO: Mirko Sattler

In Beutersitz, Beutersitz/Bahnhof und Wildgrube geht Gisbert Eulitz als Weihnachtsmann auf Jubiläumsfahrt. Zum 25. Mal beschenkt er die Kinder und erhält diesmal vom Beutersitzer Ortsvorsteher Ronny Laake, der ebenfalls in die Weihnachtsmann-Robe steigt, Unterstützung. Das Gefährt, ein Kleintraktor, stellt Dietmar Krause aus Neumühl. Die Geschenkebeutelchen füllen Sponsoren. In diesem Jahr waren es Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeiser Andreas Claus und Ortsvorsteherin Angela Thomas mit Unterstützung von Süßwaren Votapek. Vorm Feuerwehrdepot in Wildgrube geht es nach der Rundfahrt sowie Gottesdienst und Krippenspiel in der Kirche gesellig bei Glühwein und Bratwurst zu. So manche Dorf-Episode wird dabei „aufgewärmt“.

Die geheimnisvolle Fuhre durch Wildgrube, Beutersitz und Beutersitz-Bahnhof - Gisbert Eulitz und Ronny Laake sowie Kutscher Dietmar Krause.
Die geheimnisvolle Fuhre durch Wildgrube, Beutersitz und Beutersitz-Bahnhof - Gisbert Eulitz und Ronny Laake sowie Kutscher Dietmar Krause. FOTO: LR / Denise Eulitz